Grenchen

Wegen eingeschalteter Herdplatte brennt es schon wieder

Betroffen waren das Obergeschoss und der Dachstock eines älteren Einfamilienhauses am Grenchner Burgweg. Die Brandursachenabklärung vor Ort hat ergeben, dass der Brand aufgrund einer eingeschalteten Herdplatte entstanden ist.

Nicht einmal 20 Stunden nach ihrem letzten Einsatz musste die Feuerwehr Grenchen erneut ausrücken. Am Burgweg wurde Alarm geschlagen, nachdem im Obergeschoss des Hauses, das eine fünfköpfige Familie bewohnte, Rauch festgestellt wurde. Die Brandursachenabklärung vor Ort hat laut Medienmitteilung der Kantonspolizei Solothurn ergeben, dass der Brand aufgrund einer eingeschalteten Herdplatte entstanden ist.

Wie Feuerwehrkommandant Thomas Maritz berichtet, handelte es sich um einen Küchenbrand, der auf die restlichen Zimmer im 3. Stock und den Dachstock übergegriffen hatte. "Wir hatten den Brand rasch unter Kontrolle, aber wie fast immer in solchen Fällen muss man mögliche Glutnester im Dachstock aufspüren und löschen. Denn das Feuer kann sich unter den Dachziegeln unbemerkt ausbreiten und erst Stunden später voll ausbrechen". 

Brand in Grenchen

Brand in Grenchen

Vier Personen, darunter auch Kinder, befanden sich zur Zeit des Brandausbruchs im Haus. Laut Maritz hätten sie sich aber vorbildlich verhalten. "Sie haben sofort die Feuerwehr alarmiert, als sie den Rauch feststellten und dann das Haus verlassen. Es bringt in solchen Fällen nämlich nichts, noch nach der Ursache, also dem Feuer zu suchen. Damit bringt man sich nur in Gefahr." Zum Glück gab es also keine Verletzten. 

Die Feuerwehr Grenchen war mit rund 18 Mann vor Ort. Zum Einsatz kam auch die neue Drehleiter, denn Feuerwehrleute mussten aufs Dach, um Ziegel abzudecken und mögliche Brandnester aufspüren. 

Das Obergeschoss ist laut Maritz komplett zerstört und unbewohnbar. Die beiden unteren Stockwerke allerdings können auch weiterhin bewohnt werden, da der Feuerwehreinsatz keine Wasserschäden verursachte. "Wir benutzten zur Brandbekämpfung CAFS, Compressed Air Foam System (Druckluftschaumsystem), ein System zur Erzeugung von hochqualitativem CAF-Schaum (Druckluftschaum), welcher für die Bekämpfung von Feststoff- und Flüssigkeitsbränden verwendet wird. Damit minimiert man Wasserschäden", erklärt der Feuerwehrkommandant. 

Auf die Frage, ob es öfters vorkomme, dass die Feuerwehr in so kurzen Abständen ausrücken müsse, sagt Maritz, das sei schon eher selten. Aber man sei natürlich darauf vorbereitet, jederzeit auszurücken, sei es zu Unfällen oder Bränden. "Dafür trainieren wir, dafür sind wir bereit."

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