Wohntage
Grenchen ist eine «fortschrittliche Technologiestadt»

Zum Auftakt der 20. Grenchner Wohntage des Bundesamtes für Wohnungswesen (BWO) präsentierten die Schüler der dritten Sekundarschulklassen 3 B ihre Ideen für die zukünftige Stadtentwicklung. Dabei war ihrer Fantasie keinerlei Grenzen gesetzt.

Patric Schild
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Hansjörg Sahli

Grenchen ist eine Stadt im Wandel. Lange galt die Uhrenstadt als Sinnbild einer typischen Industriestadt. Rauchende Kamine, Lärm und Gestank, wer es sich leisten konnte, sei von der Stadt ins grüne Umland geflohen, sagt Stadtpräsident François Scheidegger. Doch der Wind hat sich gedreht, denn die Städte würden neuerdings für urbane Lebensqualität stehen und die Menschen ziehen vom Umland wieder zurück in die Kernstädte. «Heute bezeichnen wir uns lieber als fortschrittliche Technologiestadt im Grünen», so Scheidegger. Denn Grenchen habe viele Grüne Oasen und sei umgeben von zwei Naherholungsgebieten. Der Witi im Süden sowie dem Jura im Norden. Der Wandel weg von der Industrie- und hin zur Technologiestadt in wenigen Jahrzehnten scheint geglückt. Doch wie werden wir in Grenchen in 50 Jahren wohnen? Werden moderne Hochhäuser unsere Skyline prägen, während sie von fliegenden Fahrzeugen umschwirrt werden, oder werden wir uns anno 2065 gar in einer Naturstadt wiederfinden, die gänzlich auf Bäumen steht? So sehen es jedenfalls die verschiedenen Zukunftsszenarien der hiesigen Sekundarschüler.

Plakate auf dem Marktplatz

Die Jugendlichen setzten sich intensiv mit der Stadtentwicklung von Grenchen auseinander und präsentierten ihre grafisch aufbereiteten Ergebnisse in einer Plakatserie auf dem Marktplatz. Unter dem Motto «Wohnen in Grenchen – gestern heute morgen» inspizierten die Schüler neun Quartiere und machten sich Gedanken zur zukünftigen Wohnsituation in der Uhrenstadt. Die Schüler konnten dabei ihrer Fantasie freien Lauf lassen und die Stadt nach ihrem Willen umgestalten. So werden der Stadt für die Zukunft Hochseilzüge, eine gigantische Hotelanlage und sogar eine Laser-Tag-Arena für die Jugend prophezeit. Auffallend war aber, dass die Neostadtplaner energiepolitisch dem Kurs der heutigen Zeit folgen. Sie setzen einerseits vollends auf nachhaltige und erneuerbare Energie, aber auch auf Selbstversorgung: Windräder auf den Dächern mit integrierten Solaranlagen, Urban Gardening oder Häuser die weniger Energie verbrauchen als sie produziere.

Die Sekundarschüler wagten aber nicht nur die Prognose nach vorne. Auch die Vergangenheit und die heutigen Wohnsituationen wurden untersucht. Hierfür wurden die unterschiedlichen Stadtgebiete nicht nur besichtigt und via Fotos oder Stadtplan analysiert. Die angehenden Lehrlinge setzten sich auch mit den Bewohnern der verschiedenen Quartiere auseinander und interviewten diese, um sich ein genaues Bild zu verschaffen wie sich das Leben in den verschiedenen Stadtgebieten gestaltet.

Die Plakatserie der Sekundarschüler steht noch bis zum 30. November auf dem Grenchner Marktplatz und kann während 24 Stunden am Tag besichtigt werden.

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