Sozialhilfe
CVP Bettlach thematisierte an Podium die Sozialkosten

Das diesjährige, öffentliche Podium der CVP Bettlach, stand unter den Titeln «Steigende Sozialkosten?» und «Bald mehr Flüchtlinge auch in Bettlach?».

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Die Teilnehmer am CVP-Podium 2016: David Kummer (Kanton), Thomas Steiner (Moderation) und Kurt Boner (Sozialregion)

Die Teilnehmer am CVP-Podium 2016: David Kummer (Kanton), Thomas Steiner (Moderation) und Kurt Boner (Sozialregion)

zvg

Das diesjährige, öffentliche Podium der CVP Bettlach, stand unter den Titeln «Steigende Sozialkosten?» und «Bald mehr Flüchtlinge auch in Bettlach?». Kurt Boner, Leiter der Sozialregion Oberer Leberberg (SROL), und David Kummer, Leiter Sozialleistungen und Existenzsicherung im Amt für soziale Sicherheit und Verantwortlicher für die Asylbewerberzentren beim Kanton, standen Red und Antwort über die Gründe der in den letzten Jahren massiv gestiegenen Sozialhilfekosten und das konkrete Vorgehen bei der Unterbringung der Flüchtlinge im Kanton und der Region.

Das Podium unter der Gesprächsleitung von Thomas Steiner, befasste sich im ersten Teil mit den Gründen der inzwischen auf über 100 Mio. Franken oder 400 Franken pro Kopf gestiegenen Sozialhilfekosten im Kanton.

Es wurden die spezifischen Ursachen der Sozialhilfe in der Region Grenchen und Umgebung aufgezeigt, der typische Sozialbezüger der Region analysiert sowie über die Massnahmen gesprochen, die jetzt zu einer Eindämmung der Kosten führen. Dass der Sozialhilfeempfänger der Region mehrheitlich Schweizer, männlich und alleinstehend war, wie im Sozialbericht der SROL zu entnehmen ist, erstaunte auch im zahlreich anwesenden Publikum.

Suche nach Wohnraum

David Kummer informierte im 2. Teil über die 10 kantonalen Durchgangszentren, welche während der ersten drei bis vier Monate zur Erstaufnahme der Flüchtlinge dienen. Er zeigt auf, welche Sprach- und Integrationsziele Asylbewerber vom Kanton her durchlaufen müssen, bevor sie in die Gemeinden kommen. In einer zweiten Phase werden die Flüchtlinge von den Gemeinden respektive den Sozialregionen (regionale Sozialämter) übernommen.

Kurt Boner äusserte Respekt vor dieser Aufgabe. Wo genau diese platziert würden, hänge weitgehend vom konkret verfügbaren Wohnraum ab. Auch verwies er wie David Kummer auf die langfristig angelegten Programme, welche nötig sind, um diese Menschen gesellschaftlich zu integrieren und in Beschäftigung zu bringen. (mgt)

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