Stadtbummel
Ab ins, Velodrome, liebe Grenchner!

Dagobert Cahannes
Dagobert Cahannes
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Aussergewöhnliches passiert im Velodrome aber die Grenchner bekommen davon oft gar nichts mit. Das sollte sich ändern.

Aussergewöhnliches passiert im Velodrome aber die Grenchner bekommen davon oft gar nichts mit. Das sollte sich ändern.

Oliver Menge

In meinem ersten Stadtbummel schilderte ich die Eindrücke eines Besuchers, wenn er in Grenchen ankommt. Dabei zählte ich auch das neue Velodrome auf. Was in diesem Velodrome sportlich abgeht, ist aussergewöhnlich – nur in Grenchen scheint man das bisher noch nicht so richtig «begriffen» zu haben.

Zweimal wurde ein klassischer Stundenweltrekord aufgestellt. Im September 2014 knackte der Deutsche Jens Voigt (D) als Erster die 50-km-Marke und liess sich 51,110 Kilometer notieren. Nur wenige Monate später – am 8. Februar 2015 – verbesserte der Australier Rohan Denis in Grenchen den Rekord und setzte die Marke neu auf 52,491 Kilometer.

Im Herbst 2015 war das Velodrome Schauplatz der Hallenrad-Europameisterschaften. Eine Woche lang produzierte das Schweizer Fernsehen SRF fantastische Bilder aus dem Velodrome und schickte diese in die ganze Welt hinaus.

Grenchen wurde zur «Velohauptstadt der Schweiz». Das Velodrome gehört schon seit geraumer Zeit zu den weltweit besten Adressen im Bahnradsport. Olympiasieger, Welt- und Europameister sowie Meister aus aller Herren Ländern sind beinahe täglich im Velodrome beim harten Training anzutreffen. Allein schon beim Training der Weltbesten zuzuschauen, ist ein Erlebnis.

Aber in Grenchen und Umgebung scheint man das irgendwie noch nicht bemerkt zu haben. Die jeweils vom September bis März durchgeführten internationalen Hallenrennen wären eine sehr gute Gelegenheit, einmal in «unserem Velodrome» reinzuschauen.

Der gebotene Sport ist international hochstehend. Die Zuschauer reisen aus der ganzen Schweiz an ... nur wir Grenchner halten uns da noch vornehm zurück. Schade!

Mein Vorschlag. Reservieren Sie sich das Wochenende vom 15./16. Oktober. Dann will nämlich der Österreicher Christoph Strasser, dreifacher Gewinner des Race Across America, in Grenchen Sportgeschichte schreiben und den 24-Stunden-Weltrekord auf der Bahn knacken.

Dafür muss er am Samstag, 15. Oktober, ab 14.00 Uhr 24 Stunden lang mindestens 37,625 km/h fahren, um den bestehenden Rekord von 903 Kilometern zu überbieten.

Keine Angst, Sie müssen nicht die ganze Zeit bleiben. Aber mal reinschauen wäre doch eine gute Idee. Der Eintritt ist frei! Am 2. und 3. Dezember stehen zwei Rennabende der höchsten internationalen Kategorie auf dem Programm. Fahrer aus nicht weniger als 20 Nationen sind gemeldet.

Also – ab ins Velodrome!

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