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Päpstliches Polen - September 2021

Mit Kulturreiseleiter Lothar Schulz – 06.09.-13.09.21

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Preis für Abonnenten CHF 3'480.- statt CHF 3'580.-

Saint Mary's Basilica und Rynek Glowny Krakau

Saint Mary's Basilica und Rynek Glowny Krakau

© shutterstock

Seine Reden sprachen den desillusionierten Menschen Mut zu und legten den Grundstein für ein gesellschaftliches Erwachen. Mit Historiker und Kulturreiseleiter Lothar Schulz begeben Sie sich in die Heimat Papst Johannes Pauls II. und suchen die Orte der politisch folgenreichsten Papstreise der Neuzeit auf.

Ihr Aufenthalt skizziert aber nicht nur die politisch folgenreichste Papstreise der jüngeren Geschichte nach. Sie kommen in Berührung mit weiteren Aspekten, die historisch ebenso von grösster Bedeutung für das Selbstverständnis des Landes sind. Immer wieder treffen Sie auf Manifestationen der Verehrung der Jungfrau Maria – in Polen hält die religiöse Figur den Status eines nationalen Symbols inne. Auf einem fakultativen Ausflug haben Sie die Möglichkeit, in Auschwitz die Lebenswege zweier Heiliger zu ergründen, welche zwischen Katholizismus und Judentum standen. An Letzteres erinnern heute im jüdischen Viertel Krakaus vorwiegend nur noch Überschriften, trotzdem erkunden Sie Kazimierz – auch mit Klezmermusik im Ohr.

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Bazylika Lichen Stary

Bazylika Lichen Stary

Reiseprogramm

Tag 1: Zürich – Warschau
Nach Ankunft unseres Direktflugs begeben wir uns auf Stadtführung. Unser Kulturreiseleiter Lothar Schulz schlüsselt das geschichtliche Mosaik der zusammengewürfelten Architektur auf dem Warschauer Siegesplatz auf: Wir erfahren oder erinnern uns, wie hier im Juni 1979 das Papamobil vorfuhr und die starke Präsenz Papst Johannes Pauls II. hunderttausenden von Menschen Hoffnung auf eine bessere Zukunft gab. Nebst Lech Walesa als deren politischer Anführer zählte die Bewegung auch auf weitere Unterstützung aus den Rängen der römisch-katholischen Kirche – wir besuchen die St. Stanislaus Kostka-Kirche, wo die sterblichen Überreste des ermordeten Priesters und Aktivisten Jerzy Popieluszko ruhen. Unser Mittagessen nehmen wir in einer Milchbar ein. Erschwingliches (damals noch fleischloses) Essen für alle, lautete während des Sozialismus das Motto. Heute werden die verbleibenden Milchbars auch zunehmend von Jungen oder Geschäftsleuten frequentiert. Nach etwas Freizeit geniessen wir unser gemeinsames Willkommensabendessen.

Tag 2: Warschau – Lichen Stary – Warschau
Westlich der Hauptstadt liegt die Ortschaft Lichen Stary. Hier betreten wir das grösste Gotteshaus Polens und achtgrösste in Europa, die Wallfahrtskirche Basilika der Muttergottes von Lichen. 1994 begann der Bau zu Ehren der Jungfrau Maria, sollte doch auch das als wundertätig verehrte, zuvor in der örtlichen Dorotheenkirche aufbewahrte Bild der Muttergottes von Lichen hier seinen neuen, prominenten Platz erhalten. Papst Johannes Paul II. segnete die Kirche noch im Bauzustand und erhob sie nach ihrer Fertigstellung zur päpstlichen Basilica minor. Den Abend verbringen wir individuell in Warschau.

Tag 3: Warschau – Tschenstochau – Krakau
Vor knapp einer Million Menschen predigte der Papst in Tschenstochau – Czestochowa – über die Zusammengehörigkeit von Glauben und Nation und sprach sich für das Ineinandergreifen von Kirche und Staat aus – ein Prinzip, das auch heute die polnische Gesellschaft prägt und Grund zu Kontroversen birgt. Sein Besuch war eine wichtige Station, befindet sich hier doch das Paulinerkloster Jasna Gora mit der heiligsten Reliquie des Landes, dem Gnadenbild der Schwarzen Madonna. Wir bekommen das – ursprünglich wohl byzantinische und im 15. Jh. übermalte – Bild zu Gesicht und dürfen an einer privaten Messe teilnehmen. Danach fahren wir weiter südlich nach Krakau.

Tag 4: Krakau – Auschwitz / Kalwaria Zebrzydowska – Wadowice – Krakau
Aufgrund der geografischen Nähe bietet es sich heute an, zwei unterschiedliche Tagesausflüge vorzuschlagen. Im benachbarten Oswiecim erfährt man während einer Führung durch das ehemalige Stammlager Auschwitz I und das Vernichtungslager Birkenau von den Schicksalen zweier Menschen, die nach ihrer Ermordung durch das NS-Regime von der katholischen Kirche heiliggesprochen wurden. Wer es bevorzugt, kann stattdessen eine der meistbesuchten Pilgerstätten Polens aufsuchen: Kalwaria Zebrzydowska ist Teil eines landschaftlich-architektonischen Projekts, wo zwischen malerischen, bewaldeten Hügeln und Feldrainen über 40 Kirchen und Kapellen stehen, darunter das überragende Bernhardinerkloster mit einer manieristischen Basilika. Gemeinsam fahren wir weiter nach Wadowice, Geburtsort von Papst Johannes Paul II. Hier besuchen wir seine Taufkirche – und können zu Kaffee auch seinen Lieblingskuchen Kremówki probieren. Die Nacht verbringen wir erneut in Krakau.

Taufkirche

Taufkirche

Tag 5: Krakau – Tatra Gebirge – Krakau
In der Gegend von Podhale begeben wir uns ins Tatra Gebirge. In dieser Landschaft mit seinen offenherzigen Menschen und deren einfache Frömmigkeit fühlte sich Papst Johannes Paul II. wohl. In Zakopane bewundern wir die lokale einmalige Holzarchitektur. Mit der einzigen Hochgebirgsseilbahn Polens fahren wir über die eindrücklichen Tatra-Täler bis zum Gipfel Kasprowy Wierch auf knapp 2000 m ü. M., von wo sich eine einmalige Aussicht bietet. Ein Spaziergang führt uns zur Einsiedelei des heiligen Albert – von Papst Johannes Paul II. selig- und heiliggesprochen, widmete der Maler und Ordensgründer Albert Chmielowski sein Leben benachteiligten Randgruppen. Mit dem Marienheiligtum Muttergottes von Fatima besuchen wir die Votivkirche, welche die lokale Bevölkerung aus Dankbarkeit nach dem misslungenen Attentat von 1981 auf den Papst stiftete.

Tag 6: Krakau
Unser Tag in Krakau steht ebenfalls im Zeichen Johannes Pauls II. Auf dem Gelände der ehemaligen Solvay-Sodafabrik besuchen wir das nach ihm benannte Zentrum. Im Museum der Jagellonischen Universität erfahren wir mehr über den einst hier immatrikulierten Studenten Karol Wojtyla. Die Königskathedrale Wawel, Marienkirche, Franziskanerkirche sowie das Gebäude mit dem berühmten „Papst-Fenster“, wo er schon als Priester zu Jugendlichen sprach, stehen ebenfalls auf dem Programm. In einem Salon im jüdischen Viertel Kazimierz treffen wir am Nachmittag einen polnischen Künstler, der uns eine Einführung in das Thema Dichtung und Poesie gibt, gekrönt von einer Dichterlesung aus Werken von Szymborska, Milosz und Zagajewski. Abgerundet wird diese Begegnung mit typisch polnischem Käsekuchen. Am Abend wohnen wir einem exklusiven Chopin-Konzert in einem Konzertsaal bei.

Wawel Castle

Wawel Castle

© shutterstock

Tag 7: Krakau – Wieliczka – Krakau
Der Ausflug nach Wieliczka führt uns ins gleichnamige, älteste Salzbergwerk Europas, wo Salz wohl schon von den Kelten abgebaut wurde. Wir besuchen drei Ebenen der UNESCO-klassierten Mine bis in eine Tiefe von 136 m, wo vom 17. bis ins 19. Jh. gearbeitet wurde. Auch unser Mittagessen nehmen wir „unter Tage“ ein. Im Anschluss an die Rückfahrt nach Krakau setzen wir den kulinarischen Schlusspunkt unserer Reise mit einem Abendessen im jüdischen Stadtteil, untermalt von einem Klezmer-Konzert – der inzwischen weltbekannten jüdischen Musikart, die ihre Wurzeln in den Schtetln Osteuropas hat.

Tag 8: Krakau – Zürich
Am Vormittag werfen wir noch einen Blick in den Stadtteil Nowa Huta – wichtigstes Zukunftsprojekt der jungen Volksrepublik während des Wiederaufbaus. Als sozialistische Mustersiedlung mit Polens grösster Eisenhütte sollte ein Gegengewicht zum nahegelegenen bürgerlichen Krakau entstehen. Eine zentrale Rolle in der Identität auch dieser Arbeitersiedlung spielte der katholische Glauben. Über zehn Jahre kämpfte die Bevölkerung um die Erlaubnis, die Kirche der Muttergottes und Königin von Polen – aufgrund ihrer Form auch „Arche des Herrn“ genannt – errichten zu können; manchen kosteten die Auseinandersetzungen sogar das Leben. Geweiht wurde das Gotteshaus 1977 vom damaligen Erzbischof Karol Wojtyla. Am Nachmittag nehmen wir unseren Direktflug nach Zürich.

Programmänderungen vorbehalten.

Ihr Kulturreiseleiter Lothar Schulz

Lothar Schulz

Lothar Schulz

Der beliebte Reiseleiter Lothar Schulz begleitet die Gruppe an 8 Reisetagen. Der Diplom-Historiker, geboren 1954 in der ehemaligen DDR, studierte an der Berliner Humboldt Universität Geschichte und beschäftigte sich später wissenschaftlich unter anderem mit Alter Geschichte sowie der des Mittelalters. Seit der Wiedervereinigung Deutschlands, die er bewusst miterlebt hat, arbeitet er selbständig auf dem Gebiet spezieller Kultur- und Studienreisen.

Sollte Ihr Kulturreiseleiter nachweislich krank werden, ist cotravel verpflichtet, dass ein gleichwertiger, kompetenter Ersatz gestellt wird.

Kalwaria Zebrzydowska

Kalwaria Zebrzydowska

Highlights

Exklusive Route: Sie besuchen die Orte der gesellschaftsverändernden Pilgerfahrt des ersten slawischen Papstes, dessen damals noch sozialistische Heimat durch seine Botschaften vor allem politisch erwachte.
Ruhige Momente: Im Paulinerkloster von Jasna Gora, wo mit dem Gnadenbild der Schwarzen Madonna die heiligste Reliquie des Landes aufbewahrt wird, wohnen Sie einer privaten Messe bei.
Osteuropäisches Schtetl: Im jüdischen Viertel Krakaus lauschen Sie nicht nur Klezmer-Klängen, sondern erhalten von einem Künstler auch eine Dichterlesung.
Unter Tage: Mit der UNESCO-klassierten Mine Wieliczka betreten Sie das älteste Salzbergwerk Europas.

St. Peter's and St. Paul's Church

St. Peter's and St. Paul's Church

© shutterstock

Auf einen Blick
• Reisetermin: 06. – 13.September 2021
• Reisedauer: 8 Tage
• Mind. 15 Teilnehmer/innen
• Max. 25 Teilnehmer/innen
• Kulturreiseleiter: Lothar Schulz

Pauschalpreis
• für Abonnenten: CHF 3'480.–
• für Nicht-Abonnenten: CHF 3'580.–
• Aufpreis DZ zur Alleinbenutzung: CHF 490.–

Inbegriffen
• Flüge
• alle Transfers
• Hotelunterkünfte auf der Basis Doppelzimmer
• Frühstück und eine weitere Mahlzeit pro Tag
• alle Eintritte und Gebühren
• Trinkgelder für lokale Leistungsträger
• Begleitung durch Lothar Schulz
• lokale, Deutsch sprechende Reiseleiter
• cotravel Reiseleitung

Nicht inbegriffen
• allfällige Impfungen oder Einreisevoraussetzungen
• Getränke
• Versicherungen
• persönliche Auslagen

Allgemeines

Transport/Unterkunft/Mahlzeiten
Die Flüge von Zürich nach Warschau und retour ab Krakau sind bei SWISS gebucht. Die Flugdauer beträgt:
Zürich – Warschau: 2h
Krakau – Zürich: 1h45
Die Transfers zwischen den besuchten Ortschaften erfolgen in einem modernen, klimatisierten Reisebus, in den Städten sind Sie häufig auch zu Fuss unterwegs. Die Reisegruppe ist in zentralen komfortablen 4*-Hotels untergebracht. Neben dem Frühstück ist täglich entweder das Mittag- oder das Abendessen im Preis eingerechnet.

Detailübersicht

CH Media Polen 2021.pdf

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