Lern-Inseln

Zürcher Lehrer fordern separate Räume für schwierige Schüler

Problemkinder sollen in separate Räumen, sogenannten "Lern-Inseln" unterrichtet werden. (Symbolbild)

Problemkinder sollen in separate Räumen, sogenannten "Lern-Inseln" unterrichtet werden. (Symbolbild)

Die Integration von Kindern mit auffälligem Verhalten stellt die Lehrer zunehmend vor Probleme. «Das Thema Nummer 1 für uns ist im Moment der Umgang mit schwierigen Schülern», sagt Lilo Lätzsch, Präsidentin des Zürcher Lehrerverbands, in der «NZZ am Sonntag».

Nun fordert der Berufsverband in einem neuen Positionspapier unter anderem, dass alle Schulhäuser im Kanton sogenannte Lern-Inseln einrichten. Dabei handelt es sich um Räume, in denen sich eine eigens dafür angestellte Lehrerin der Problemkinder annimmt. Gleichzeitig werden Hochbegabte und Schüler mit Defiziten gezielt gefördert.

Vereinzelt gibt es solche Einrichtungen bereits jetzt schon. Die Zürcher Bildungsdirektorin Silvia Steiner begrüsst diese Projekte grundsätzlich. «Es darf aber nicht dazu führen, dass Schüler dauerhaft aus ihrer Stammklasse ausgeschlossen werden», sagt sie. Damit würde gegen das Volksschulgesetz verstossen.

Eine flächendeckende Einführung, wie sie die Lehrer fordern, lehnt Steiner aber ab: «Jede Schule soll für sich entscheiden können, was für sie die beste Lösung ist.» Der Lehrerverband will das Anliegen nun beim Verband der Schulpräsidien des Kantons Zürich deponieren und hofft dort auf Unterstützung.

Verwandte Themen:

Meistgesehen

Artboard 1