Gebensdorf

Wunschliste wird immer länger

Die neue Sporthalle soll links neben die heutige Halle Brühl zu stehen kommen.

Wunschliste wird immer länger

Die neue Sporthalle soll links neben die heutige Halle Brühl zu stehen kommen.

Schule und Vereine blicken in Gebenstorf guten Zeiten entgegen: Das zurzeit sehr bescheidene Raumangebot soll erheblich verbessert werden. Die gute Finanzlage der Gemeinde macht es möglich. Die Baukommission hat über den Stand der Dinge orientiert.

Roman Huber

Am 5. Juni wird ein erster Entscheid fallen: Dann entscheidet die Gemeindeversammlung über einen Projektierungskredit von 420 000 Franken. Zahlreiche Interessierte liessen sich am Dienstagabend über die laufende Planung informieren.

Bedarf ist längst ausgewiesen

Die Präsidenten Fabian Keller (Blasorchester), Roger Mösch (Turnverein) und Schulpflegepräsident Urs Ehrler sind sich einig: Die gegenwärtige Infrastruktur für ihre Bedürfnisse in Gebenstorf ist schlecht. Es sei kaum möglich, grössere Anlässe durchzuführen. Der Turnverein möchte gern neue Riegen eröffnen. Das Blasorchester wünscht sich eine Halle, in der man Unterhaltungsmusik spielen und auch eine Festwirtschaft betreiben kann. Im Klartext heisst das: Sowohl für den Kultur- als auch für den Sportbetrieb der Vereine braucht es Räume. Eine Sporthalle, deren Masse den Normen entsprechen, wie sie Sportverbände für wichtige Anlässe verlangen, Geräte-, Material- sowie Proberäume, Sanitär- und Garderobenräume, Wettkampf- und Schiedsrichterbüro.

Für die Schule braucht es laut Ehrler in Gebenstorf nebst einer Dreifachturnhalle endlich eine Aula für grössere Schulveranstaltungen. Zudem fehle es an geeigneten Räumen für Schülerbibliothek, Mediothek, Musikzimmer und an Nebenräumen für eine moderne Schule, wie sie bei der Annahme des Bildungskleeblattes fällig werden, ausserdem für die Tagesstrukturen.

Die Stossrichtung ist klar

Die Baukommission unter Leitung von Gemeinderat Rolf Senn machte deutlich, dass die gewählte Stossrichtung die richtige sei. Dazu wurden in der Zwischenzeit wichtige Abklärungen gemacht. Aufgrund dieser ist eine neue Sporthalle (Dreifachhalle) mit Bühne geplant, während die bestehende Halle im Brühl nicht - wie ursprünglich geplant - abgerissen werden soll. Sie sei statisch intakt und eigne sich für eine Mehrzwecknutzung. Hierfür wird man einen Zwischenboden einziehen. Zudem soll das Gebäude energetisch saniert werden. Damit sei es laut Peter Steinauer, Leiter Bau und Planung, möglich, mit weniger Kosten mehr Raum bereitzustellen. Geplant ist auch, ein Büro der Jugendarbeit sowie einen Jugendtreff ins Raumprogramm zu integrieren.

Auf die alte Turnhalle Landstrasse werde man verzichten können, erklärte Vereinsvertreter Armin Fust. Die Gemeinde wird die Liegenschaft verkaufen. Christian Stahel wird als Fachberater die weitere Planung begleiten. Er erklärte, warum man sich auf das speditive Submissionsverfahren für einen Gesamtleistungsanbieter (Architekt, Planer und Bauleiter in einem) entschieden habe. Laut Gemeinderat Senn sei das Ziel des Gemeinderates nach wie vor, die 11-Millionen-Grenze nicht zu überschreiten. Das dürfte angesichts des länger werdenden Wunschkatalogs ein schwieriges Unterfangen sein. Doch die Gemeinde steht ja finanziell hervorragend da und verzichtete gar auf eine Steuerfussreduktion. Zudem, so Gemeinderätin Renate Meier, könne man auch mit Geld aus dem Sport-Toto-Fonds rechnen.

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