Schweiz

Wolf und Luchs schützen Wälder: Bergwaldprojekt sagt Nein zum neuen Jagdgesetz

Der Wolf kann gemäss der Stiftung Bergwaldprojekt dazu beitragen, Schäden im Wald zu reduzieren.

Der Wolf kann gemäss der Stiftung Bergwaldprojekt dazu beitragen, Schäden im Wald zu reduzieren.

Weil das Gleichgewicht zwischen Wild und Wald aus dem Lot sei, brauche es in der Schweiz Luchse und Wölfe, sagt die Stiftung Bergwaldprojekt. Deshalb spricht sie sich gegen das neue Jagdgesetz aus.

(agl) Luchse und besonders Wölfe würden dazu beitragen, den Wald und dessen Artenreichtum zu schonen, teilte die Stiftung Bergwaldprojekt am Freitag mit. Die Stiftung mit Sitz in Trin (GR) führt Pflege- und Sanierungsarbeiten im Wald durch. Wachsende Populationen von Gemsen, Hirschen und Rehen würden die Verjüngung des Waldes beeinträchtigen oder gar verhindern, indem sie unter anderem junge Triebe und Knospen von Pflanzen abbeissen.

Die Jagd alleine schaffe es nicht, die Wildbestände konstant zu halten. Die Präsenz der Wölfe jedoch habe zu «einer deutlichen Verringerung der Schäden an der Verjüngung im Wald geführt». Der Wolf habe das Wild bislang zwar nicht reduziert, es aber anders im Wald verteilt, schreibt die Stiftung auf ihrer Website.

Furcht vor einem «Abschussgesetz»

Das neue Jagdgesetz, in dem unter anderem die Hürden für Wolfsabschüsse gesenkt werden und die Zuständigkeit den Kantonen zufällt, müsse deshalb verhindert werden.

Weil Natur- und Umweltschutzverbände das Referendum ergriffen haben, kommt das Gesetz am 17. Mai zur Abstimmung. Die Umweltschützer sprechen von einem «Abschussgesetz» und fürchten, dass mit dem neuen Jagdgesetz Wölfe auf Vorrat abgeschossen würden. Das Gesetz sieht vor, dass bereits bei einem drohenden Schaden durch den Wolf ein Abschuss möglich wird.

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