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Wissenschafter schlagen Alarm und fordern vom Bundesrat härtere Massnahmen

Viele Schweizer Unis haben bereits aus eigenem Antrieb Massnahmen ergriffen. Auch an der EPFL in Lausanne finden Veranstaltungen seit Freitag per Videokonferenz statt.

Viele Schweizer Unis haben bereits aus eigenem Antrieb Massnahmen ergriffen. Auch an der EPFL in Lausanne finden Veranstaltungen seit Freitag per Videokonferenz statt.

25 Schweizer Wissenschafterinnen und Professoren fordern in einem offenen Brief, dass der Bundesrat die «ausserordentliche Lage» ausruft. Die aktuellen Massnahmen reichten bei Weitem nicht aus.

(gb.) Bevor der Bundesrat über weitere Massnahmen zur Eindämmung des Corona-Virus informiert, fordern Ärzte und Expertinnen von der Landesregierung härtere Massnahmen. Eine anhaltende Übertragung des neuartigen Virus von Mensch zu Mensch erscheine heute unvermeidlich, heisst es in dem am Freitag den Medien zugestellten offenen Brief. Das Ausmass und die Auswirkungen des Virus hänge entscheidend davon ab, wie die politischen Entscheidungsträger nun handelten.

Besonders Sorgen scheint den Experten die Belastung des Gesundheitssystem zu machen. Nur wenn weitere Tage und Wochen gewonnen werden könnten, um schwer erkrankte Menschen über einen längeren Zeitraum hinweg zu behandeln, könne einer Vielzahl an Personen in der Schweiz das Leben gerettet werden. Die Schweiz stehe heute an einem Wendepunkt in der Krise, heisst es weiter. Und: «Deshalb appellieren wir an Sie, schnell und mutig zu entscheiden und damit unzählige Menschenleben zu retten.»

Unterschrieben haben den Brief 25 Expertinnen und Experten aus der Biologie, Epidemiologie, Ethik, Forschung, Medizinischen Versorgung, Genetik, Infektiologie, Life Science, Public Health, Sozial und Präventivmedizin, Spitälern, Statistik und Virologie aus der ganzen Schweiz.

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