Schweiz

Welsche Kantone ziehen Schraube an: Genf verbietet private Zusammenkünfte ab fünf Personen

Genf kehrt zurück zur Fünf-Personen-Regel. Öffentliche sowie private Ansammlungen von mehr als fünf Personen sind verboten. (Symbolbild)

Genf kehrt zurück zur Fünf-Personen-Regel. Öffentliche sowie private Ansammlungen von mehr als fünf Personen sind verboten. (Symbolbild)

Die Westschweizer Kantone verschärfen die Schutzmassnahmen gegen das Coronavirus. Für Bars gilt eine Sperrstunde, teilweise müssen Clubs schliessen und Grossveranstaltungen werden verboten. Am weitesten geht Genf.

(dpo/sre/rwa) Der Kanton verbietet öffentliche und private Versammlungen ab fünf Personen. Zudem gilt auch in Autos eine Maskenpflicht, wenn mehr als zwei Personen aus verschiedenen Haushalten miteinander fahren.

Genf ist kein Einzelfall. Gleich mehrere Westschweizer Kantonsregierungen haben am Freitag wegen den steigenden Coronazahlen strengere Schutzmassnahmen beschlossen. Neu müssen in Jura und Freiburg Nachtclubs und Discos schliessen, die Waadt hat die im September beschlossene Schliessung der Clubs wiederum verlängert. Für Bars und Restaurants gilt eine Sperrstunde: im Jura ab 22 Uhr, in Genf, Freiburg sowie Neuenburg ab 23 Uhr und in der Waadt ab Mitternacht, wie die jeweiligen Kantonsregierungen mitteilen. Weiter dürfen – mit Ausnahme von der Waadt – in den Restaurants nicht mehr als vier Personen an einem Tisch sitzen.

Die Kantonsregierungen von Genf, Jura, Neuenburg und der Waadt verbieten Sportarten mit Körperkontakt auf Amateurstufe, in Genf, Freiburg und Waadt sind zudem Grossveranstaltungen ab 1000 Personen verboten. Letztere Massnahme betrifft etwa den Eischockeyclub Fribourg-Gottéron oder die Fussballvereine Servette Genf und Lausanne-Sport. Der Kanton Genf schliesst auch Spielhallen wie Bowling- oder Billardcenter, Sportanlagen wie Fitnesscenter oder Schwimmbäder sollen aber offen bleiben. Auch Kinos und Theater bleiben geöffnet.

Maskenpflicht in Grossraumbüros

Veranstaltungen im öffentlichen sowie im privaten Raum werden im Jura auf 15 Personen beschränkt. Freiburg, Neuenburg und die Waadt gehen weiter und beschränken die Anzahl auf zehn Personen. Ausnahmen können bei Beerdigungen und religiösen Zeremonien gewährt werden, sofern ein Schutzkonzept besteht.

Das Tragen von Schutzmasken ist im Kanton Jura neu in den Büros öffentlicher Verwaltungen und privater Unternehmen obligatorisch. Auf Märkten und Messen gilt zudem in den meisten welschen Kantonen eine Maskenpflicht.

Die Waadt erweitert die Tragepflicht von Masken für Schüler der Sekundarstufe sowohl innerhalb des Klassenzimmers als auch ausserhalb auf dem Pausenplatz. Besuche in Spitälern und Altersheimen werden im Jura auf zwei Personen und höchstens eine Stunde pro Tag eingeschränkt, in Freiburg erfolgt die Besuchseinschränkung gemäss den Richtlinien der jeweiligen Gesundheitseinrichtungen.

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