Schweiz

Wegen Corona-Krise: Flüchtlingshilfe fordert Sistierung der Asylverfahren in der Schweiz

Das Bundesasylzentrum in Zürich. (Symbolbild)

Das Bundesasylzentrum in Zürich. (Symbolbild)

Die Schweizerische Flüchtlingshilfe (SFH) fordert den Bundesrat dazu auf, die Asylverfahren in der ganzen Schweiz zu sistieren. Die einwandfreie Führung der Verfahren sei wegen der Corona-Krise nicht mehr garantiert.

(sat) Zwar seien in allen Asylzentren des Bundes «Bemühungen erkennbar», die Empfehlungen des Bundesamts für Gesundheit (BAG) zum Schutz der Gesuchsteller und der Mitarbeitenden vor dem Corona-Virus umzusetzen, schreibt die Flüchtlingshilfe in einer Mitteilung vom Freitag zu ihrer Forderung. Dies sei aber nicht an allen Standorten und in jeder Situation möglich.

Damit sei die sorgfältige Mandatsführung im Rechtsschutz in vielen Fällen beeinträchtigt, schreibt SFH-Direktorin Miriam Behrens in dem am Freitag publizierten offenen Brief an die zuständige Bundesrätin Karin Keller-Sutter. Womit auch auch «faire rechtsstaatliche Asylverfahren mit hoher Entscheidqualität» nicht mehr vollumfänglich sichergestellt sei.

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