Einwanderung

Ueli Maurer wäre bereit, in Brüssel für die Schweiz zu verhandeln

Bundesrat Ueli Maurer (Archiv)

Bundesrat Ueli Maurer (Archiv)

Bundesrat Ueli Maurer wäre nach der Annahme der Zuwanderungsinitiative bereit, für die Schweiz in Brüssel mit der Europäischen Union zu verhandeln. Voraussetzung dafür wäre ein Auftrag des Gesamtbundesrats.

Ob der Bundesrat Ueli Maurer nach Brüssel schicken werde, darüber mochte der Verteidigungsminister nichts sagen. «Ich weiss nicht, ob mich der Bundesrat auf den Mond schickt oder mich nach Brüssel, oder ob er mich in der Schweiz lässt», sagte Maurer, der im Moment in Sotschi die Schweizer Olympioniken besucht.

Maurer sieht nach der Absage des Stimmvolks an die Personenfreizügigkeit die Schweiz nicht in einer schlechten Verhandlungsposition, wie er in der Sendung «10vor10» des Schweizer Fernsehens SRF vom Donnerstagabend erklärte. «Es ist ein bisschen wie beim Jassen», analysierte Maurer im Interview. «Wir haben noch viele Trümpfe im Ärmel.» Die Schweiz sei ein erfolgreiches Land mit vielen Vorteilen.

Der SVP-Bundesrat war vom Abstimmungsergebnis vom Sonntag nicht überrascht. «Das Ergebnis hat sich abgezeichnet, das hat man gemerkt, wenn man den Leuten zuhörte.» Maurer interpretiert die Annahme der SVP-Initiative zudem als Bestätigung, dass die SVP «angemessen» im Bundesrat vertreten sein muss. Das entspreche dem Willen des Volkes und er hoffe, dass das Parlament diesem Willen das nächste Mal gerecht werde, sagte der einzige SVP-Vertreter im Bundesrat.

Bundesrat Ueli Maurer freut sich auf den Besuch in Sotschi

Bundesrat Ueli Maurer freut sich auf den Besuch in Sotschi

(sda/nch)

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