Schweiz

Übernahme der Gesundheitskosten in der Coronakrise: Ständerat will abwarten

Es bleibt noch Zeit um zu regeln, wer die Gesundheitskosten in der Coronakrise trägt, findet der Ständerat.

Es bleibt noch Zeit um zu regeln, wer die Gesundheitskosten in der Coronakrise trägt, findet der Ständerat.

Für den Ständerat ist es noch zu früh, um die Übernahme der Gesundheitskosten in der Coronakrise abschliessend zu regeln. Zunächst will er eine Analyse des Bundes zu den Auswirkungen abwarten.

(agl) Der Bundesrat soll sich mit den Kantonen und Tarifpartnern so schnell wie möglich darüber einigen, wer die Gesundheitskosten in der Coronapandemie übernimmt. Das forderte eine Motion aus dem Nationalrat. Anders sah dies am Montag jedoch der Ständerat, der den Vorstoss stillschweigend ablehnte.

Es sei es noch zu früh, diese Frage abschliessend zu regeln, erläuterte Erich Ettlin (CVP/OW) im Namen der Kommission. Der Bundesrat sei daran, die Auswirkungen der Gesundheitskosten auf die verschiedenen Kostenträger zu klären. Diese Analyse wird allfälligen Handlungsbedarf aufzeigen.

Damit schliesst sich der Ständerat der Argumentation des Bundesrates an. Wie Gesundheitsminister Alain Berset am Montag ausführte, befindet sich der Bundesrat zurzeit im Dialog mit den Kantonen, den Leistungserbringern und den Versicherern. Es gebe in einigen Bereichen grosse Meinungsverschiedenheiten, so Berset weiter. In der aktuellen Situation sei es jedoch noch relativ schwierig, Berechnungen anzustellen und die Kosten aufzuteilen.

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