Dem Mann seien scharfkantige Steine aufgefallen, teilte das Schaffhauser Baudepartement am Dienstag mit. Der Jogger erkannte, dass es sich dabei um Silex (Feuerstein) handelt. Er meldete seinen Fund der Kantonsarchäologie.

Diese sicherte und dokumentierte den Bereich. Sie konnte dabei gemäss Mitteilung zahlreiche weitere Silexobjekte sichern, die sich ans Ende der Altsteinzeit datieren lassen.

"Wo heute dichter Wald wächst, zogen vor 12'000 Jahren kleine Gruppen von Jägern und Sammlern durch eine spärlich mit Birken und Föhren bewachsene Landschaft", schreibt die zuständige Kantonsarchäologie. Im Gebiet des Randen hätten sie Silex abgebaut, den damals wichtigsten Rohstoff.

So wütete Burglind in der Schweiz:

Die Silexknollen verarbeiteten sie unter anderem am neuen dank "Burglind" entdeckten Fundplatz zu verschiedenen Werkzeugen. Davon zeugen gemäss Mitteilung zahlreiche Abfallstücke und einige Fertigprodukte. Aufgefunden wurden etwa scharfe Einsätze für Speere zur Rentierjagd und Kratzer, mit denen Felle bearbeitet wurden.

Funde aus der Altsteinzeit waren bisher im Kanton Schaffhausen nur aus Höhlen wie dem Kesslerloch oder von durch Felsüberhängen geschützten Stellen wie dem Schweizersbild bekannt. Fundplätze in der freien Landschaft sind die Ausnahme, da diese die Jahrtausende selten unbeschädigt überstehen.

Eindrücklich: Förster fällen im Seenger Wald eine umgestürzte Tanne.

Eindrücklich: Die Förster fällen eine umgestürzte Tanne.