Kahlschlag

SRG setzt Rotstift an: 250 Vollzeitstellen werden abgebaut

Die SRG muss sparen. 250 Vollzeitstellen sollen wegfallen. Für SRF-Direktorin Nathalie Wappler wohl ein harter Schritt nach ihrem Einstand letzten Frühling. (Archivbild)

Die SRG muss sparen. 250 Vollzeitstellen sollen wegfallen. Für SRF-Direktorin Nathalie Wappler wohl ein harter Schritt nach ihrem Einstand letzten Frühling. (Archivbild)

Wie bei vielen Medienunternehmen hat die Coronakrise auch bei der SRG den Trend zu rückläufigen Werbeeinnahmen verstärkt. Die SRG reagiert darauf mit einem happigen Sparplan und dem Abbau von Vollzeitstellen.

(dpo) Die SRG hat laut eigenen Angaben im ersten Halbjahr 65 Millionen Franken weniger Einnahmen generiert als im Vorjahr. Dies sei vor allem auf die Coronakrise zurückzuführen, teilte die SRG am Dienstag mit. Da die Situation auch künftig «herausfordernd» bleibt, will sie in den nächsten vier Jahren ein Sparpaket über 50 Millionen Franken umsetzen.

Im Zuge dessen rechnet die SRG mit einem Abbau von rund 250 Vollzeitstellen. Bei insgesamt 5500 Vollzeitstellen entspricht das einem Abbau von rund 4,5 Prozent. Die Reduktion will das Unternehmen hauptsächlich über natürliche Fluktuationen realisieren, allerdings seien Entlassungen «nicht zu vermeiden». Die SRG sehe deshalb Begleitmassnahmen im Bereich der beruflichen Umschulung und der freiwilligen Frühpensionierung vor. 

Verband fordert Einbezug und SRG setzt Digitalisierung fort

Der Journalistenverband Impressum schreibt in einer ersten Reaktion, dass der zusätzliche Druck durch den Abbau beim Journalismus sich auf die Vielfalt der Information auswirken werde. Zudem ist der Verband im Rahmen des Sparprogramms laut eigenen Angaben bisher nicht von der SRG konsultiert worden. Impressum verlangt daher, in die Sozialplanverhandlungen miteinbezogen zu werden. 

Gleichzeitig gibt die SRG bekannt, dass es seine digitale Transformation weiter fortführen werde. Mit der sogenannten Strategie «SRF 2024» möchte die Direktion unter Nathalie Wappler vermehrt ein jüngeres Publikum erreichen. Dazu will das Unternehmen beispielsweise das Angebot auf den digitalen Kanälen YouTube und Instagram weiter ausbauen. Bereits im August hat SRF mitgeteilt, dass es die Sendungen «Eco», «Sportaktuell» und «Viva Volksmusik» absetzen werde. 

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