Inflationsbereinigt stiegen die Ausgaben für diese sogenannte "Sozialhilfe im engeren Sinn" 2017 um 2,9 Prozent. 2016 betrug der Anstieg fast vier Prozent, im Jahr davor 2,1. Das teilte das Bundesamt für Statistik BFS am Freitag mit. An den Gesamtausgaben für alle Sozialleistungen die sich 2016 auf 170 Milliarden beliefen, hatte die wirtschaftliche Sozialhilfe einen Anteil von 1,7 Prozent.

Gestiegen sind auch die Ausgaben für Sozialhilfe im weiteren Sinn, also wirtschaftliche Sozialhilfe plus Sozialleistungen, welche Gefährdete davor bewahren sollen, wirtschaftliche Sozialhilfe beziehen müssen. Für den Steuerzahler war die Mehrbelastung kaum spürbar: Pro Kopf der Wohnbevölkerung erhöhten sich die Ausgaben von 972 auf 977 Franken im Jahr, also um etwa den Preis eines Bechers Kaffee.

Einige Ausgaben gingen zurück

8,3 Milliarden Franken gaben Bund, Kantone und Gemeinde 2017 für erweiterte Sozialhilfe aus, 101 Millionen Franken mehr als im Jahr davor. Berücksichtigt man die Teuerung, beträgt der Anstieg 0,7 Prozent. 5 Milliarden Franken respektive 60 Prozent davon entfielen auf die Ergänzungsleistungen zur AHV und IV, ein weiteres gutes Drittel auf die Sozialhilfe im engeren Sinn.

Der Ausgabenanstieg für die Sozialhilfe im engeren und weiteren Sinn ist teilweise kompensiert worden durch Einsparungen bei Alters- und Invaliditätsbeihilfen, Familienbeihilfen und Alimentenbevorschussungen: Sie betrugen rund 30 Millionen Franken. Damit hat sich der Trend der letzten Jahre verstärkt. 2016 gingen die Ausgaben in diesen Bereichen um 16 Millionen zurück, im Jahr davor 9 Millionen Franken gegenüber dem jeweiligen Vorjahr.