Senioren am Steuer

Senioren verursachen immer öfters schwere Verkehrsunfälle

Senioren bauen immer häufiger schwere Unfälle

Senioren bauen immer häufiger schwere Unfälle

Laut Statistik ist praktisch täglich ein Autolenker über 70 Jahre in einen schweren Unfall verwickelt. In den letzten zehn Jahren hat sich die Anzahl von Verkehrsdelikten wegen verurteilter Senioren verdoppelt. Experten warnen vor dieser alarmierenden Entwicklung.

Mit zunehmendem Alter steigt auch das Unfallrisiko auf der Strasse. Laut Statistik ist beinahe täglich ein Autolenker über 70 Jahre in einen schweren Unfall verwickelt. Diese Zahl hat sich innert zehn Jahren verdoppelt – eine alarmierende Entwicklung.

Immer wieder kommt es auf Schweizer Strassen zu schweren Unfällen. Und immer öfters sind die verantwortlichen Lenker über 70 Jahre alt. Wie eine Statistik zeigt, ist fast jeden Tag ein Autolenker über 70 Jahre in einen schweren Unfall verwickelt.

Zugetragen hat sich ein solcher Unfall in Grenchen. Zwar wurden die Auto-Insassen nicht schwerwiegend verletzt, der verursachte Sachschaden am Unfallort ist jedoch immens. Und oftmals bleibt es dann eben nicht nur bei Blechschäden. In über 1800 Fällen wurden im Jahr 2018 Menschen über 70 wegen Verkehrsdelikten verurteilt. Mehr als 7400 Lenker mussten 2018 den Ausweis abgeben.

Diese Zahl hat sich innert zehn Jahren verdoppelt – eine alarmierende Entwicklung, die jedoch nicht überrasche, meint etwa Fahrlehrer Willi Wismer. «Wir haben heute viel mehr Senioren auf der Strasse als früher», somit komme es dann auch verstärkt zu Verkehrsunfällen.

Erst mit 75 zum Tauglichkeits-Test

Dies, mit teilweise schwerwiegenden Folgen, wie etwa im November 2017, als ein 80-jähriger Autofahrer eine 19-jährige Fussgängerin auf dem Zebrastreifen überfährt. Das Opfer stirbt kurz darauf im Spital. Doch dieses ist nur eines von vielen Beispielen.

Bereits seit 2016 warnen Verkehrsmediziner, da ältere Autolenker nicht mehr mit 70 Jahren, sondern ernst mit 75 Jahren zum Fahrtauglichkeits-Test antreten müssen. «Diese Änderung hat zur Folge, dass vermehrt medizinisch untaugliche Personen auf den Strassen unterwegs sind», sagt Rolf Seeger, Verkehrsmediziner der Universität Zürich. «Diese Menschen sind dann ein Verkehrsrisiko, verursachen prozentual mehr Unfälle und unter Umständen sogar mehr Todesopfer.»

Im Strassenverkehr könne dies zu gefährlichen Situationen führen. Trotzdem darf nicht vergessen werden, dass es nicht Rentnerinnen und Rentner sind, welche die meisten Verkehrsunfälle verursachen, sondern Neulenker und junge Autofahrer. Zwar halbierte sich die Zahl der Unfälle während der letzten Zeit, sie bleibt prozentual jedoch immer noch hoch. (az)

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