Diskriminierung

Schwule CVPler kämpfen gegen Heiratsstrafe-Initiative ihrer eigenen Partei

Schwule CVPler: «Der Zusatz mit der Festschreibung der Ehe als Gemeinschaft zwischen Mann und Frau ist unnötig.»

Schwule CVPler: «Der Zusatz mit der Festschreibung der Ehe als Gemeinschaft zwischen Mann und Frau ist unnötig.»

Markus Hungerbühler, Präsident der CVP Stadt Zürich unterstützt zwar die Grundidee der Initiative. Er sieht in ihr aber eine neue Diskriminierung: «Der Zusatz mit der Festschreibung der Ehe als Gemeinschaft zwischen Mann und Frau ist unnötig.»

Nicht alle in der CVP sind für die Heiratsstrafe-Initiative. Für die Vertreter der Homosexuellen wäre ein Ja ein schwerer Rückschlag. Markus Hungerbühler, Präsident der CVP Stadt Zürich und Leiter CVP-Fachgruppe LGBTI (Lesbian, Gay, Bisexual und Trans) betont in der Zeitung «Schweiz am Sonntag» zwar: «Ich stehe hinter dem Hauptanliegen der Initiative, der Abschaffung der Heiratsstrafe.»

Aber: «Der Zusatz mit der Festschreibung der Ehe als Gemeinschaft zwischen Mann und Frau ist unnötig. Das gehört nicht in die Verfassung, das ist eine völlig unnötige neue Diskriminierung.»

Stand der Ehe – Zahlen und Fakten

Die Initiative schreibt in die Verfassung, dass die Ehe den Heteros vorbehalten ist. Auch Charles Schnyder, Vizepräsident der JCVP Kanton Zürich, sagt: «Ein Ja hätte sicher eine gewaltige und negative Signalwirkung gegenüber der Akzeptanz von homosexuellen Menschen in der Schweiz. Die vorliegende Ehe-Definition legt ihnen dabei völlig unnötigerweise einen grossen Stein in den Weg hin zu ihrer Gleichberechtigung.»

Zwar sagen die Befürworter der Initiative, man könne ja die Verfassung wieder ändern. Hungerbühler kontert: «Natürlich kann man die Verfassung wieder ändern, aber mit der neuen Formulierung bauen wir eine zusätzliche Hürde ein auf dem Weg zur Ehe für alle. Diese Hürde hätte es nun wirklich nicht gebraucht.» Das sieht auch Schnyder so.

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