Coronavirus

Schweiz verspricht 400 Millionen für Corona-Allianz

Bundespräsidentin Simonetta Sommaruga sprach an einer internationalen Videokonferenz.

Bundespräsidentin Simonetta Sommaruga sprach an einer internationalen Videokonferenz.

Internationale Geberkonferenz bringt 7,4 Milliarden Euro zusammen. Prominente Abwesende waren die USA.

Die Schweiz beteiligt sich an der internationalen Allianz gegen das Corona-Virus. Bei einer von der EU organisierten Geberkonferenz stellte Bundespräsidentin Simonetta Sommaruga am Montag einen Beitrag von total 400 Millionen Franken in Aussicht. Die Hälfte davon geht als Kredit ans internationale Rote Kreuz und ist vom Bundesrat bereits beschlossen. Bis zu 175 Millionen Franken sollen weiter für Herstellung eines Impfstoffes, Medikamente, Diagnosemittel und anderen humanitäre Hilfe verwendet werden. Der Bundesrat wird über diesen Betrag in den nächsten Wochen entscheiden.

Sommaruga betonte in ihrer Video-Botschaft, wie wichtig es sei, neben der Bekämpfung der Pandemie die wirtschaftliche Solidarität hochzuhalten. Sommaruga: «Was bringt es, wenn wir Menschen von der Pandemie retten und sie nachher an Armut und Hunger sterben?»

Im Vorfeld der Konferenz wurden mindestens 7,5 Milliarden Euro als Ziel gesetzt. Am Schluss zeigte der Spendenbarometer 7,4 Milliarden an. Deutschland steuerte 525 Millionen Euro an, Grossbritannien rund 440 Millionen. Neben der Entwicklung eines Impfstoffes soll der Schwerpunkt auf der Versorgung von ärmeren Ländern liegen. «Wir müssen die Impfung in alle Ecken der Welt bringen», so EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen. Das Geld soll unter anderem an die Weltgesundheitsorganisation WHO und die internationalen Impfallianzen «Gavi» und «Cepi» fliessen.

Prominente Abwesende bei der Geberkonferenz waren die USA und Russland. Beobachter fürchten, dass es ohne die USA zu einem globalen Wettlauf um Entwicklung und Verteilung eines Impfstoffes kommen könnte, unter welchem gerade ärmere Länder leiden. «Das Schlimmste wäre, wenn Mittel gefunden wären, sie aber an nur den Höchstbietenden zur Verfügung stehen würden», so Melinda Gates, die mit ihrem Mann, dem Microsoft-Milliardär Bill ebenfalls an der Initiative teilnehmen.

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