Libanon

Schweiz sendet sechs weitere Experten zur Soforthilfe nach Beirut

Seit einer einer Woche unterstützen zwei Teams der humanitären Hilfe Schweiz die lokalen Behörden im Libanon bei der Gebäudeinspektion und dem Wiederaufbau von Spitälern. Am Freitag startet ein weiterer Sonderflug.

(sku) Nach der heftigen Explosion in Beirut hat die Schweiz bereits zwei spezialisierte Teams des Schweizerischen Korps für humanitäre Hilfe (SKH) in den Libanon entsandt. Wie ein Sprecher des Eidgenössischen Departements für Auswärtige Angelegenheiten (EDA) am Donnerstag gegenüber CH Media sagte, sollen morgen nun weitere sechs Fachexpertinnen und Fachexperten folgen. Mit dem Sonderflug sollen zudem rund 1500 Kilogramm Material für die medizinische Grundversorgung in den Bereichen Chirurgie, Pädiatrie und Geburtshilfe geliefert werden.

Gemäss dem Sprecher des EDA wurden vier Spitäler so schwer beschädigt, dass sie momentan noch nicht benützt werden können. «Damit fehlen rund 500 der dringendst benötigten Spitalbetten.» Unter Aufsicht eines Schweizer Bauexperten werden momentan die nötigen Reparaturarbeiten an den Spitälern St. Georges und La Quarantine vorgenommen.

Budget von bis zu fünf Millionen Franken

Die medizinischen Spezialisten und Spezialistinnen konnten bislang zusammen mit den Bauexpertinnen und Bauexperten mehrere betroffene medizinische Einrichtungen und Schulhäuser evaluieren und konkrete Unterstützungsmassnahmen einleiten. Die bereits anwesenden Teams führten gemäss EDA in enger Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung und der UNO zudem mehr als 80 Gebäudeinspektionen mit Fokus auf die Statik durch. Ein Schweizer Experte habe zudem die Identifizierung gefährlicher Substanzen im Hafen unterstützt und die Auswirkungen der Explosion auf die Umwelt bewertet.

Die Unterstützung des Spitals St. Georges ist gemäss EDA bis Mitte September vorgesehen. Die Rehabilitation des Spitals La Quarantine sowie verschiedener beschädigter Schulen werde voraussichtlich bis Ende Jahr abgeschlossen. Die Mittel für die Schweizer Unterstützung in Beirut betragen laut dem Mediensprecher voraussichtlich vier bis fünf Millionen Franken. Sie würden aus dem ordentlichen Budget der Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit stammen.

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