Kulturgüter
Schweiz gibt Ägypten archäologische Kulturgüter zurück

Die Schweiz hat Ägypten über zwei Dutzend Figuren, Statuetten und Amulette zurückgegeben, die bei Strafverfahren eingezogen worden sind. Die archäologischen Kulturgüter stammen aus der Zeit zwischen dem 3. Jahrtausend und dem 4. Jahrhundert vor Christi Geburt.

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Die Bahren-Uschebti aus dem Grab von Juja und Tuja in einer Ausstellung des Antikenmuseums Basel und der Sammlung Ludwig im Jahr 2004. Unter den von der Schweiz an Ägypten zurückgegebenen Gegenständen waren zwölf bei Strafverfahren eingezogene Uschebti-Statuetten. (Themenbild)

Die Bahren-Uschebti aus dem Grab von Juja und Tuja in einer Ausstellung des Antikenmuseums Basel und der Sammlung Ludwig im Jahr 2004. Unter den von der Schweiz an Ägypten zurückgegebenen Gegenständen waren zwölf bei Strafverfahren eingezogene Uschebti-Statuetten. (Themenbild)

KEYSTONE/MARTIN RUETSCHI

Die ausgehändigten Gegenstände waren eine Figurine, die den Gott Anubis darstellt, zwölf Uschebti - Statuetten mit Mumiengestalt - sowie mehrere Amulette. Diese stellen unter anderen das Horusauge und den Djed-Pfeiler dar.

Das Bundesamt für Kultur (BAK) übergab der Ägyptischen Botschaft in Bern insgesamt 26 archäologische Kulturgüter, wie es am Mittwoch mitteilte. Die Gegenstände wurden bei zwei Strafverfahren in den Kantonen Wallis und Luzern von den Behörden definitiv eingezogen.

Die Schweiz und Ägypten sind Vertragsstaaten der Unesco-Konvention von 1970 über Massnahmen zum Verbot und zur Verhütung der rechtswidrigen Einfuhr, Ausfuhr und Übereignung von Kulturgut. Beide Länder haben zudem 2011 eine bilaterale Vereinbarung über die Einfuhr und Rückführung von Kulturgut unterzeichnet.