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Schwaderloch will in den Zurzibieter Planungsverband

Es dampft: Die Schwaderlocher leben mit dem Kühlturm des AKW Leibstadt vor der Nase. Anspruch auf NOK-Gelder haben sie aber trotzdem nicht.

Schwaderloch

Es dampft: Die Schwaderlocher leben mit dem Kühlturm des AKW Leibstadt vor der Nase. Anspruch auf NOK-Gelder haben sie aber trotzdem nicht.

Die Gemeinde Schwaderloch hat keinen Anspruch auf den Fonds von Döttingen und sucht nun Lösungen.

Die reiche Gemeinde Döttingen hat vor einiger Zeit für «regionale Aufgaben» einen Fond mit 2,5 Millionen Franken eröffnet. Das Geld stammt von den Steuern der Nordostschweizerischen Kraftwerke AG (NOK). Damit soll die auf Rosen gebettete Gemeinde finanzschwachen Gemeinden in der Nachbarschaft unter die Arme greifen. Im April noch bekam Schwaderloch die Zusicherung, dass der Fonds auch für die arg gebeutelte Fricktaler Gemeinde bestimmt ist.

Nun die Wende: Schwaderloch wird nicht berücksichtigt und zählt somit nicht zu den «Gemeinden in der Nachbarschaft». Die Gemeinderäte Schwaderlochs sind enttäuscht. Vizeammann Martin Krammer glaubt den Grund zu kennen: «Wir sind nicht im Planungsverband des Zurzibiets. Fakt ist, dass man irgendwo den Kreis der Nachbarschaft ziehen muss und es halt Grenzen gibt», sagt er verständnisvoll. «Aber», ergänzt er, «die gesamte Umgebung kennt die Problematik von Schwaderloch. Dass wir nun ausgeschlossen werden, ist daher völlig unverständlich und ein Stück weit auch beschämend.»

Trotz allem: Krammer will nun mit den anderen Gemeinden nicht auf Kriegsfuss stehen und auch niemandem etwas vorwerfen. Viel mehr seien Lösungen gefragt. Dabei streben gemäss Martin Krammer die Schwaderlocher einen Beitritt in den Planungsverband (Repla) Zurzibiet an. Wird Schwaderloch aufgenommen, dürften sie sich wieder Chancen auf einen Anteil des Fonds ausrechnen. Krammer erwähnt aber, dass nicht nur aufgrund des Fonds ein Wechsel vom Fricktaler Planungsverband in den Zurzibieter in Betracht gezogen werde.

Laut dem Fricktaler Repla-Präsident Hansueli Bühler besteht die Möglichkeit, in beiden Verbänden Mitglied zu sein. «Die Frage ist nur, ob sie für beide finanziell aufkommen möchten», sagt er. Döttingens Gemeindeammann Peter Hirt würde Schwaderloch willkommen heissen: «Einen Übertritt ins Zurzibiet ist sowieso schon länger fällig.» (sha)

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