716 betrafen Personen ohne Aufenthaltspapiere und 124 Gesuche bezogen sich auf abgewiesene Asylsuchende, wie die "NZZ am Sonntag" unter Berufung auf Zahlen des Staatssekretariats für Migration (Sem) schreibt. Sem-Sprecher Lukas Rieder bestätigte auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA die Zahlen.

Die meisten Ausländer ohne Papiere haben 2018 in den Kantonen Genf und Waadt eine Aufenthaltsbewilligung erhalten. Das ist unter anderem eine Folge der Operation "Papyrus", die der Genfer FDP-Regierungsrat Pierre Maudet im Februar 2017 aus wirtschaftlichen Gründen in die Wege geleitet hatte.

Zwischen 50'000 und 100'000 Ausländer und Ausländerinnen leben in der Schweiz ohne gültige Aufenthaltspapiere, gemäss einer Schätzung aus dem Jahr 2015.

Es handelt sich um Personen, die nie Papiere hatten, deren Aufenthaltsbewilligung ausgelaufen ist oder deren Asylgesuch abgelehnt worden ist. Fast 90 Prozent dieser erwerbsfähigen Sans-Papiers sind laut einer Studie des Staatssekretariat für Migration erwerbstätig.