Coronakrise

Reisende aus 29 Risiko-Ländern müssen ab Montag in Quarantäne

Wer nicht von zuhause aus arbeiten kann, wird Ferientage opfern oder einen Lohnausfall in Kauf nehmen müssen.

Wer nicht von zuhause aus arbeiten kann, wird Ferientage opfern oder einen Lohnausfall in Kauf nehmen müssen.

In 29 Ländern stuft der Bund das Risiko einer Ansteckung mit dem Coronavirus als erhöht ein. Ab nächster Woche müssen sich Reisende aus diesen Ländern nach ihrer Rückkehr in die Schweiz in eine zehntägige Quarantäne begeben.

(gb.) Am Donnerstagabend hat der Bundesrat eine Liste von 29 Ländern veröffentlicht, aus denen Reisende bei ihrer Rückkehr in die Schweiz eine zehntägige Quarantäne absitzen müssen. Die Pflicht gilt ab Montag, 6. Juli. Sie betrifft Personen, die sich innerhalb der letzten 14 Tage zu einem beliebigen Zeitpunkt in einem der Risikoländer aufgehalten haben. Wie es in einer entsprechenden Verordnung des Bundesrats heisst, soll die Massnahme verhindern, dass sich das Coronavirus über die Grenzen ausbreitet.

Wer sich nicht an die verordnete Quarantäne-Regel hält, kann mit einer Busse von bis zu 10'000 Franken belangt werden, wie es in einem Beiblatt zur Verordnung heisst. Zuständig für die Strafverfolgung sind die Kantone. Die Quarantäne-Pflicht gilt auch für Kinder.

Kein Anspruch auf Entschädigung, keine Spaziergänge

Wie dem Beiblatt weiter zu entnehmen ist, haben Reisende aus den Risikoländern kein Anspruch auf Erwerbsersatzentschädigung. Nur, wenn beispielsweise der Arbeitgeber jemanden in ein Risikoland schickt, sei es möglich, dass der Lohn auch während der Quarantäne fortgezahlt werden müsse.

Die Quarantäne muss nach der neuen Verordnung strikt gehandhabt werden. Das heisst: Es sind weder Spaziergänge noch Einkäufe erlaubt. Zu den Länder, die vom Bundesrat auf die Liste gesetzt wurden, sind, gehören: Argentinien, Armenien, Aserbaidschan, Bahrain, Weissrussland, Bolivien, Brasilien, Cabo Verde, Chile, die Dominikanische Republik, Honduras, Irak, Katar, Kolumbien, Kosovo, Kuwait, Moldova, Nordmazedonien, Oman, Panama, Peru, Russland, Saudi-Arabien, Schweden, Serbien, Südafrika, Turks- und Caicos-Inseln und die USA.

Der Bundesrat will die Liste regelmässig aktualisieren. Als Kritieren verwendet er unter anderem die Zahl der Neuinfektionen in einem Land und die Verfügbarkeit verlässlicher Informationen zur Risikolage.

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