Mediennutzung

Radio läuft in der Deutschschweiz mehr als zwei Stunden pro Tag

Radiosender haben eine hohe Durchdringung in der Deutschschweiz

Radiosender haben eine hohe Durchdringung in der Deutschschweiz

Fast 90 Prozent der Deutschschweizer und Deutschschweizerinnen hören Radio, im Durchschnitt über zwei Stunden am Tag. Im Vergleich zum ersten Semester 2009 hat die Zahl der Radio-Konsumenten in der zweiten Jahreshälfte aber um ein Prozent abgenommen.

Die Radioapparate in der Deutschschweiz liefen im Mittel knapp 133 Minuten am Tag. In der Romandie und im Tessin werden die Empfänger weniger oft und weniger lang eingeschaltet, wie am veröffentlichte Zahlen von Publica Data AG und mediapulse zeigen.

In der Westschweiz hören 86,2 Prozent der Bevölkerung im Mittel während 122,8 Minuten am Tag Radio, im Tessin 88,2 Prozent während 123,4 Minuten.

Marktführer in allen Landesteilen sind die Programme der SRG SSR idée suisse. In der Deutschschweiz kommem die SRG-Programme auf 65,6 Prozent Marktanteil, in der Westschweiz auf 67,6 und in der italienischsprachigen Schweiz auf 84,1 Prozent.

Je nach Sprachregion unterschiedlich ist die Nutzung von Schweizer Privatradios und ausländischen Sendern. In der Deutschschweiz überwiegen Schweizer Private mit 29,4 Prozent Marktanteil klar gegenüber ausländischen Sendern mit 5 Prozent. Kleiner ist der Unterschied in der Romandie mit 21,9 gegenüber 10,5 Prozent. Im Tessin liegen private Schweizer Sender und ausländische Stationen mit 7,9 respektive 8,1 Prozent Marktanteil praktisch gleichauf.

DRS1 wird von den ab 15-jährigen Deutschschweizern am meisten gewählt (Marktanteil: 36,1 Prozent). Danach folgt mit 16,5 Prozent DRS3. DRS2 hat 4,1 Prozent Marktanteil und das Nachrichtenprogramm DRS4 News 0,5 Prozent.

Beliebtestes Deutschschweizer Privatradio ist Radio24 mit einem Marktanteil von 2,9 Prozent. Danach folgen Energy Zürich und Argovia mit je 2,5 Prozent. Der Ringier-Sender Energy, welcher bis vor kurzem um seine Konzession kämpfen musste, hat den Marktanteil gegenüber dem ersten Semester 2009 um 0,1 Prozent erhöht.

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