Zentralschweiz

Pech für Ferienverkehr nach Felssturz: Jetzt ist klar, wie lange die Axenstrasse geschlossen bleibt

Nach dem Steinschlag vom Sonntag ist klar: Die Axenstrasse bleibt noch länger gesperrt.

(rem/zf) Das Bundesamt für Strasse (Astra) geht davon aus, dass die Axenstrasse noch mindestens acht Wochen gesperrt bleibt. Das gab das Astra am Mittwoch an einer Medienkonferenz bekannt. Zuerst müssten die vom Absturz betroffenen Blöcke zerkleinert und vollständig entfernt werden. Erst danach könne die Strasse wieder für den Verkehr freigegeben werden.

Die Sperrung der Strasse dauert so lange, weil das Gebiet schwer und nur vom Helikopter aus zugänglich ist. Am Freitag, 2. August, entscheiden die Geologen, wann und wie gesprengt wird und ob es mehrere kleine oder eine grosse Sprengung braucht. Ferner könne auch nur bei guter Witterung gearbeitet werden. Geplant ist auch, dass das Gebiet elektronisch überwacht werden soll.

Dieser Felsblock donnerte am Sonntag ins Tal.

Dieser Felsblock donnerte am Sonntag ins Tal.

Seit Sonntag liegen rund 1000 Tonnen Stein auf rund 1000 Meter Höhe. Bereits am Dienstag haben Geologen versucht, die Blöcke kontrolliert zu sprengen, was jedoch nicht gelang.

Die Axenstrasse bleibt zwischen dem Kreisel Flüelen und der Abzweigung Wolfsprung gesperrt, auch für Fussgänger und Velofahrer. Eine Umleitung via Autobahn A2 ist eingerichtet. Bis zu 16'000 Fahrzeuge pro Tag müssen infolge der Sperrung umgeleitet werden.

Obwohl die Bahnlinie am Axen nicht betroffen ist, wirkt sich die Sperrung der Strasse auch auf die SBB aus. So musste der Betrieb der Bahnersatzbusse, der wegen der Bauarbeiten am Zugersee zwischen Flüelen und Brunnen installiert worden war, eingestellt werden. Um die Transportkette zu gewährleisten, lassen die SBB jedoch Extrazüge fahren. So endet die S2 von Norden herkommend abends nicht in Brunnen, sondern fährt weiter nach Sisikon und Flüelen, wie es auf Anfrage der SBB-Medienstelle heisst. Die Anschlüsse an Bus und Bahn in Flüelen seien so gewährleistet.

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