Kontrollierte Abgabe

Parlament gibt grünes Licht für Cannabis-Pilotversuche

Ein Jugendlicher dreht sich einen Joint. (Symbolbild)

Ein Jugendlicher dreht sich einen Joint. (Symbolbild)

Cannabis darf in Pilotversuchen kontrolliert abgegeben werden. Darauf hat sich das Parlament geeinigt. Nun ist der Nationalrat auch eingelenkt, nicht nur ausschliesslich Schweizer Bio-Hanf zu verwenden.

(rwa) Die Idee stammt vom Bundesrat. Er will Pilotversuche zur kontrollierten Abgabe von Cannabis erlauben – unter strengen Auflagen. So muss der Kreis der Studienteilnehmer auf über 18-jährige Cannabiskonsumenten beschränkt sein. Während den Studien sollen sie eng begleitet und ihr gesundheitlicher Zustand stetig überwacht werden.

Das Parlament hat sich bereits für einen Experimentierartikel im Betäubungsmittelgesetz ausgesprochen. Differenzen gab es noch in einem Punkt. Der Nationalrat wollte bei den Studien konsequent auf Schweizer Bio-Hanf setzen. Auf diese Weise kämen die Versuche der hiesigen Landwirtschaft zugute, argumentierte eine Mehrheit. Der Rat ist am Mittwoch umgeschwenkt. Er gibt sich mit der abgeschwächten Bestimmung des Ständerates zufrieden, «wenn möglich» auf hiesige Produkte zurückzugreifen. Das Geschäft ist nun bereit für die Schlussabstimmung.

Auf dem politischen Parkett wird seit Jahrzehnten über Cannabis gestritten. In letzter Zeit mehrten sich die Stimmen, die sich für eine Regulierung aussprechen. Die Eidgenössische Kommission für Suchtfragen etwa forderte, dass Cannabiskonsum nicht mehr bestraft und der Markt reguliert wird. Mit dem Experimentierartikel schlägt der Bundesrat einen Mittelweg vor.

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