Schweiz

Novum in der Schweiz: Das Parlament wählt Lauber-Sonderstaatsanwalt

Dem ehemaligen Bundesanwalt Michael Lauber wird Amtsgeheimnisverletzung vorgeworfen.

Dem ehemaligen Bundesanwalt Michael Lauber wird Amtsgeheimnisverletzung vorgeworfen.

Eine Affäre zieht ihre Kreise: Erstmals müssen die Räte einen ausserordentlichen Bundesanwalt wählen.

Erstmals in der Geschichte wird das Schweizer Parlament am 23. September einen ausserordentlichen Bundesanwalt wählen. Hintergrund der Wahl sind Vorwürfe gegen den inzwischen zurückgetretenen Bundesanwalt Michael Lauber.

Diesem wird vorgeworfen, Amtsgeheimnisverletzung und allenfalls Begünstigung begangen zu haben, als es in einem laufenden Verfahren zu mehreren nicht protokollierten Treffen mit Fifa-Boss Gianni Infantino kam. Weder Laube noch Infantino wollen sich teils daran erinnern können. Der ausserordentliche Bundesanwalt wird die Untersuchung gegen Lauber leiten. Zur Wahl empfohlen wird von der Gerichtskommission der Jurist Stefan Keller, Präsident des Obersten Gerichts und des Verwaltungsgerichts des Kantons Obwalden. Er hat bereits als ausserordentlicher Staatsanwalt die bisherigen Abklärungen in dieser Sache getätigt. Anfang dieser Woche beantragten die zuständigen Parlamentskommissionen die Aufhebung von Laubers Immunität. Derzeit liegt das Wahldossier bei den Fraktionen, wie Andrea Caroni, Ausserrhoder FDP-Ständerat und Präsident der Gerichtskommission, erklärt. (lfh)

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