Schiffsunfall

Nicht der Motor, sondern die Steuerung war beim Basler Unglücksfrachter defekt

Beim verunglückten Frachtschiff "Camaro VI" ist nicht der Motor, sondern die Steuerung ausgefallen. (KEYSTONE/Georgios Kefalas)

Beim verunglückten Frachtschiff "Camaro VI" ist nicht der Motor, sondern die Steuerung ausgefallen. (KEYSTONE/Georgios Kefalas)

Beim Frachtschiff, das am Donnerstagabend auf dem Rhein in Basel zwei Brücken touchiert hatte, ist nicht der Hauptmotor ausgefallen. Vielmehr habe die Steuerung nicht mehr funktioniert, gaben die Behörden am Freitag bekannt.

Aufgrund eines Defekts der Steuerung habe das Hauptruder des Frachtschiffs nicht mehr bedient werden können, erklärte ein Sprecher des Basler Justiz- und Sicherheitsdepartements (JSD) gegenüber Keystone-SDA. Am Donnerstag war man noch davon ausgegangen, dass der Frachter "Camaro VI" wegen eines Motorenausfalls kaum mehr steuerbar war.

Untersuchungen im Gang

Wie es zur technischen Panne des in Holland immatrikulierten Containerschiffs kommen konnte, ist laut JSD Gegenstand laufender Untersuchungen. Noch offen ist auch, ob Pfeiler der Mittleren und der Johanniterbrücke vom rund 110 Meter langen und 11.5 Meter breiten Frachtschiff beschädigt wurden. Auch dazu sind Untersuchungen noch im Gang, wie es beim JSD hiess.

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In Not geraten war das im Hafen Birsfelden rheinabwärts gestartete Containerschiff am Donnerstag um zirka 18.30 Uhr, als auf dem Rhein zahlreiche Schwimmerinnen und Schwimmer unterwegs waren. Nachdem der Frachter die zwei Brückenpfeiler touchiert hatte, konnte die Besatzung ihn unterhalb der Dreirosenbrücke mit den Bugstrahlern ans Ufer lenken, wo er gesichert wurde.

Kein Alkohol im Spiel

An Bord des Schiffes hatten sich neben dem Schiffsführer und einem weiteren Besatzungsmitglied auch ein Lotse befunden. Bei allen sei ein Alkoholtest negativ verlaufen, hiess es beim JSD weiter.

Zum Zeitpunkt des Unfalls steuerte der Lotse den Frachter. Ihm dürfte es laut dem JSD-Sprecher zu verdanken sein, dass das kaum mehr steuerbare Schiff nicht zu nahe ans Kleinbasler Rheinufer geriet, wo sich zahlreiche Menschen aufhielten.

Verletzt wurde bei dem Unglück niemand. Auch am Freitag lagen den Behörden keine Angaben über allfällige verletzte Schwimmer vor. Der Zwischenfall in Basel löste rheinabwärts auch im deutschen Weil am Rhein und in der französischen Gemeinde Huningue einen vorsorglichen Grosseinsatz der Rettungskräfte aus.

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