Die Freiwilligen legten an der diesjährigen Präventionsaktion insgesamt 16'000 Fahrten zurück, wie die Organisatoren am Montag mitteilten. Das sind 6 Prozent mehr Fahrten als letztes Jahr und gleichzeitig ein Rekord. 10'000 Freiwillige standen im Dezember 2017 dafür im Einsatz - 8 Prozent mehr als im Vorjahr.

Mit den Silvesterfeierlichkeiten ist die 28. Aktion Nez Rouge zu Ende gegangen. In der Neujahrsnacht waren insgesamt 1600 Freiwillige auf den Schweizer Strassen unterwegs und begleiteten 8600 Fest- und Partygänger durch Schnee und Regen sicher nach Hause. Die Organisation zeigte sich mit der regen Nachfrage sehr zufrieden.

Seit 1990

Der französische Name "Nez Rouge" - Rote Nase - ist Programm: Jene, die sich nach feucht-fröhlichen Jahresendfeierlichkeiten nicht mehr im Stande fühlen, ihr Auto selbst zu lenken, können ihre Autoschlüssel den Freiwilligen des Fahrdienstes anvertrauen.

Die Teams von Nez Rouge fahren jeweils zu dritt in einem Auto von Nez Rouge zum wartenden Kunden. Dort angekommen fahren zwei Personen die Kunden in deren Auto nach Hause. Einer fungiert als Fahrer, der andere als Begleitperson. Die dritte Person folgt ihnen im Auto von Nez Rouge zum Zielort. Anschliessend bringt sie die beiden Kollegen zurück zur Zentrale oder fährt sie zum nächsten Einsatz.

Der Fahrdienst Nez Rouge nahm seinen Anfang 1990 im Jura und wird mittlerweile schweizweit betrieben. Ziel der Aktion ist es, die Anzahl Verkehrsunfälle zu verringern, die wegen Lenkens in fahruntüchtigem Zustand verursacht werden. Die Organisation ist nicht gewinnorientiert, die Fahrten sind kostenlos.