Im Visier hat der Anwalt aus Morgins den Sitz des aktuellen Ständeratspräsidenten Jean-René Fournier (CVP). Weil sich das politische Schwergewicht nach zwölf Jahren in Bern nicht mehr zur Verfügung stellt, stehen die Chancen für einen Angriff auf die CVP-Dominanz gut.

Die beiden Walliser Ständeratssitze werden seit über 150 Jahren von CVP/CSP-Politikern besetzt. Die FDP schickt Nantermod ins Rennen, um die konservative Phalanx zu durchbrechen.

Der zum rechten Flügel der Partei Gehörende ist seit 2015 Mitglied der grossen Kammer. Der 35-Jährige hat sich seither mit zahlreichen Vorstössen und häufigen Voten am Rednerpult einen Namen gemacht. Zu profilieren versuchte sich der Walliser insbesondere bei Gesundheits-, Krankenversicherungs-, Konsum- und Wirtschaftsthemen.

Der Vizepräsident der FDP Schweiz ist Mitglied der Kommission für soziale Sicherheit und Gesundheit des Nationalrates (SGK) sowie der Geschäftsprüfungskommission (GPK).

Nantermod trat bereits als 17-Jähriger der Partei bei. Er war Co-Präsident der Jungfreisinnigen und Walliser Grossrat, bevor er den Gang ins Bundeshaus schaffte.

Zweiter Nationalratssitz im Blick

Für die Nationalratswahlen nominierte die FDP Wallis neben Nantermod fünf weitere Kandidaten. Die Partei will in der grossen Kammer einen zweiten Sitz erobern. Von den acht Walliser Volksvertretern gehören derzeit vier der CVP, zwei der SVP, und je einer der FDP und der SP an.