Gericht

Nacktselfie-Affäre: So reagieren Geri Müller und PR-Berater Wigdorovits auf das Urteil

Zeigen sich beide zufrieden mit dem Urteil: Geri Müller (links) und Sacha Wigdorovits.

Zeigen sich beide zufrieden mit dem Urteil: Geri Müller (links) und Sacha Wigdorovits.

Der Bieler Richter Nicolas Wuillemin hat es mit seinem Urteil im Fall Wigdorovits geschafft, beide Parteien zufriedenzustellen. Der Zürcher PR-Berater Sacha Wigdorovits sagte nach der Urteilsbekanntgabe vor Medienschaffenden, wichtig sei ihm der Freispruch im «zentralen Vorwurf» der Nötigung.

Er sei "sehr zufrieden", dass er von diesem "gravierenden Vorwurf" freigesprochen worden sei, führte der frühere Chefredaktor des "Blick" aus. Ob er das Urteil wegen des Schuldspruchs im zweiten Anklagepunkt weiterziehen werde, sei offen. Zuerst werde er das Urteil lesen müssen und es mit seinem Anwalt besprechen.

"Geri Müller nimmt das Urteil mit Genugtuung zur Kenntnis": Das sagte Andreas Meili, der Anwalt des früheren Badener Stadtammanns, der im Bieler Prozess als Privatkläger auftrat. Denn nun sei erstellt, dass mit "diesen Daten", so Meili, unrechtmässig umgegangen worden sei. Der Tatbestand der Nötigung sei komplexer.

Geri Müller sei auch froh, dass mit dem Urteil in strafrechtlicher Hinsicht ein Schlussstrich gezogen werden könne. Ob zivilrechtliche Ansprüche folgten, werde sich später zeigen. Auf die Frage, ob er respektive Geri Müller das Urteil weiterziehen werde, sagte Meili, für Müller sei das Urteil "so in Ordnung".

PR-Berater Wigdorovits in "Nacktselfie-Affäre" teilweise freigesprochen

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Geri Müllers Anwalt, Andreas Meili, zeigt sich zufrieden mit dem Urteil. Auch Valentin Landmann, Verteidiger von Sacha Wigdorovits sagt, man werde das Urteil wahrscheinlich nicht weiterziehen.

Anklage wollte 30 Tagessätze

Meili hatte sich im Bieler Prozess, der am Dienstag begonnen hatte, den Forderungen einer Berner Staatsanwältin angeschlossen. Sie forderte einen Schuldspruch wegen versuchter Nötigung, eventuell Anstiftung oder Gehilfenschaft dazu. Auch den Tatbestand des Aufbewahrens, Auswertens, Zugänglichmachens und der Kenntnisgabe von unbefugt aufgenommenen Gesprächen sah sie erfüllt.

Die Berner Staatsanwältin forderte eine bedingte Geldstrafe von 30 Tagessätzen zu 320 Franken, was gegen 10'000 Franken ausmacht. Sacha Wigdorovits Anwälte Valentin Landmann und Jürg Krumm beantragten einen vollumfänglichen Freispruch.

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