Flugzeugunglück
Nach Ju-Air-Absturz: Uvek gibt externe Untersuchung in Auftrag

Das Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK) hat nach dem Absturz der Tante Ju im Jahr 2018 eine externe Untersuchung gegen das Bundesamt für Zivilluftfahrt (Bazl) in Auftrag gegeben.

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Das Foto der Kantonspolizei Graubünden zeigt das Wrack nach dem Absturz im August 2018.
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Kopie von Abgestürzte JU-52 «Tante JU» in Flims GR
Kurt Waldmeier, CEO von Ju-Air, zeigte sich an der Medienkonferenz betroffen.
Helikotper bergen die Wrackteile des abgestürzten Flugzeugs.
Helikotper bergen die Wrackteile des abgestürzten Flugzeugs.
Ein Archivbild einer JU-51 der JU-Air.
Die Kantonspolizei informierte in Flims vor den Medien.
"Das Flugzeug ist nahezu senkrecht und mit relativ hoher Geschwindigkeit auf den Boden geprallt", sagte Daniel Knecht von der Schweizerischen Sicherheitsuntersuchungsstelle (Sust).

Das Foto der Kantonspolizei Graubünden zeigt das Wrack nach dem Absturz im August 2018.

AP

(agl) Ursache ist der noch nicht veröffentlichte Schlussbericht der Sicherheitsuntersuchungsstelle (Sust) zum Absturz einer historischen Maschine der Ju-Air vor zwei Jahren. Ein Uvek-Sprecher bestätigte am Sonntag auf Anfrage von CH Media Informationen der «Sonntagszeitung», wonach das Departement beim Nationalen Luft- und Raumfahrtinstitut der Niederlanden (NLR) eine externe Untersuchung zur Aufsichtstätigkeit des Bazl in Auftrag gegeben hat.

Untersucht werden sollen dabei auch «systemische Aspekte der Aufsicht», die über den Bereich der historischen Luftfahrt hinausgehen. Während der Schlussbericht der Sust im Oktober erwartet wird, geht das Uvek davon aus, dass die Untersuchung der NLR bis im Frühling 2021 abgeschlossen sein wird. Vergangene Woche veröffentlichte die Sust zum Jahrestag des Unfalls einen Bericht zum Status der Untersuchungen, aber noch keine Teilergebnisse zu möglichen Ursachen, da der Schlussbericht in Kürze erwartet werde.

Am 14. August 2018 stürzte im Kanton Graubünden am Piz Segnas eine historische Maschine der Ju-Air ab. Alle 17 Passagiere und drei Besatzungsmitglieder kamen dabei ums Leben. Am 12. März 2019 entzog das Bazl der Ju-Air die Bewilligung für kommerzielle Flüge.