Affäre Mörgeli
Mörgeli wehrt sich gegen Rauswurf aus Gesellschaft für Medizingeschichte

Christoph Mörgeli droht nach dem Rauswurf als Konservator am medizinhistorischen Institut der Uni Zürich nun auch der Ausschuss aus der Schweizerischen Gesellschaft für Geschichte der Medizin. Er wehrt sich dagegen mit einem offenen Brief.

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Christoph Mörgeli wehrt sich mit offenem Brief.

Christoph Mörgeli wehrt sich mit offenem Brief.

Keystone

«Ich bekräftige hiermit meinen Willen, Mitglied der Schweizerischen Gesellschaft für Geschichte der Medizin und der Naturwissenschaften zu bleiben in der festen und begründeten Überzeugung, zu unserem Fach mehr beigetragen zu haben als jene, die mich jetzt hinauswerfen wollen», schreibt Mörgeli im offenen Brief an die Mitglieder des Gesellschaft.

Gleichzeitig fordert die Mitglieder auf, all jene aus dem Vorstand und aus der Gesellschaft zu entfernen, «die mir mit unsauberen, ja illegalen Methoden Schaden zufügen wollen und die mich nach 27-jähriger untadeliger Tätigkeit um mein (bescheiden dotiertes) Amt am Medizinhistorischen Museum gebracht haben».

zvg

Mörgeli wird konkret

Mörgeli nennt auch die Namen. Im Vorstand sind dies Vizepräsidentin Iris Ritzmann, Eberhard Wolff und Flurin Condrau als Beisitzer. Ritzmann und Wolff arbeiten am Medizinhistorischen Seminar und werden von der Staatsanwaltschaft Zürich verdächtig, den negativen Bericht über Mörgelis Wirken am Institut an den «Tages-Anzeiger» herausgegeben zu haben. Condrau ist als Ex-Chef von Mörgeli Verfasser des Berichts. Mörgeli bezichtigt sie des Komplotts gegen ihn.

Ebenfalls entfernt haben will Mörgeli die Professoren Hubert Steinke (Bern), Vincent Barras (Lausanne) und Hans-Konrad Schmutz (Winterthur). Die drei haben dem Vorstand der Schweizerischen Gesellschaft für Geschichte der Medizin und der Naturwissenschaften (SGGMN) den Antrag gestellt, ihn aus der Gesellschaft auszuschliessen. (rsn)