Corona-Massnahmen

Mitinitiant der Long-Covid-Bewegung: «Bundesrat muss jetzt die ausserordentliche Lage ausrufen»

Long-Covid: Betroffene wenden sich an den Bundesrat

Unter dem Hashtag #GeschätzterBundesrat fordert aktuell eine Schweizer Bewegung dringend Hilfe für Betroffene von Covid-Langzeitfolgen und strengere Schutzmassnahmen. Zwei Betroffene äusserten sich in der Sendung «TalkTäglich» auf Tele Züri ausführlich.

Die 29-jährige Lebenspartnerin des Baslers Che Wagner sitzt seit ihrer Corona-Erkrankung im Rollstuhl, der Badener Marc Halter kann seit seiner Corona-Erkrankung nur noch ein 20-Prozent-Pensum an Arbeit bewältigen. Auf solche Schicksale macht eine Gruppe Betroffener in einem Offenen Brief an den Bundesrat aufmerksam. Auf Twitter fordern zahlreiche Unterstützer unter dem Hashtag #GeschätzterBundesrat strengere Massnahmen von der Regierung.

Che Wagner war am Dienstagabend zu Gast im Talk-Studio von Tele Züri, Marc Halter nahm via Skype an dem Gespräch teil.

«Jetzt ist der Moment»

«Dieses Virus ist sehr unberechenbar», sagte Che Wagner. «Wir wissen nicht genau, welche Langzeitfolgen eine Erkrankung hat und dieses Risiko ist gigantisch. Wir müssen Covid sofort stoppen.»

Wie das geschehn soll, da berief sich Wagner erst auf die wissenschaftliche Task Force des Bundes. Dann wurde er aber doch konkreter und sagte: «Der Bundesrat muss jetzt die ausserordentliche Lage ausrufen. Denn wann war die Lage ausserordentlicher als jetzt? Jetzt ist der Moment.»

Dazu gehöre auch, dass die Wirtschaft unterstützt werde. Auch Marc Halter äusserte «vollstes Verständnis» für alle, die wirtschaftlich unter den Schutzmassnahmen leiden.

Beide fordern zudem eine Anlaufstelle für Betroffene von Langzeitfolgen.

Am Mittwochnachmittag kommuniziert der Bundesrat, ob die aktuelle Schutzmassnahmen vor dem Coronavirus verlängert und allenfalls verschärft werden. (smo)

Sehen Sie hier die Sendung in voller Länge:

Corona-Langzeitfolgen

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