Schule und Bildung

Lehrer kritisieren Noten für Fremdsprachen

«Häsch dini Ufzgi hüt scho gmacht?»: Genfer Schüler erhalten Unterricht in Schweizerdeutsch. KEYSTONE

«Häsch dini Ufzgi hüt scho gmacht?»: Genfer Schüler erhalten Unterricht in Schweizerdeutsch. KEYSTONE

Die Lehrer kritisieren die Umsetzung der Primarschulharmonisierung HarmoS scharf. Vor allem der Fremdsprachenunterricht liege im Argen. Der Lehrerverband fordert Halbklassen und Niveaugruppen.

An seiner Delegiertenversammlung in Baden beschloss der Dachverband der Schweizer Lehrerinnen und Lehrer einstimmig eine Resolution, wonach die Rahmenbedingungen des Fremdsprachenunterrichts «sofort» überprüft werden müssen.

Laut einer Umfrage bei den Sektionen des Verbandes halten nur 32 Prozent der Primarlehrer die Rahmenbedingungen für ausreichend, um die heutigen Anforderungen des Fremdsprachenunterrichts zu erfüllen. Laut Jürg Brühlmann, dem Leiter der Studie, kritisierten die Lehrer Methode und Anzahl Lektionen: «Zwei Lektionen pro Woche in heterogenen Klassen von über 20 Lernenden und ohne Niveaubildung ist nicht effizient. So arbeitet auch keine ernst zu nehmende Sprachschule.»

Die Lehrer kritisierten auch eine zeugnisrelevante Benotung der Fremdsprachen. Durch sie würden eine «Begegnung mit Sprache und Kultur» verhindert und Schüler aus sozial benachteiligten Schichten diskriminiert. Die Lehrer fordern nun Weiterbildungen, Halbklassenunterricht, Niveaugruppen und mindestens drei Wochenlektionen pro Fremdsprache. (Rip)

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