Corona-Krise

Leere Bahnhöfe, verlassene Seepromenaden, verwaiste Plätze: Die Schweiz als «Geister-Land» in 25 Bildern

Täglich fahren knapp 3000 Züge in den Hauptbahnhof Zürich, rund 470'000 Passagiere werden hier abgefertigt – jeden Tag. Doch seit einer Woche wurde es merklich ruhiger im «HB».

Täglich fahren knapp 3000 Züge in den Hauptbahnhof Zürich, rund 470'000 Passagiere werden hier abgefertigt – jeden Tag. Doch seit einer Woche wurde es merklich ruhiger im «HB».

Bilder wie diese hat es noch nie gegeben. Der Flughafen Zürich ohne Passagiere, der Bahnhof Bern während der Rush-Hour ohne Pendler und die Altstadt von Luzern ohne Touristen. Die Schweiz steht still.

Vor genau einer Woche, am 16. März 2020, hat der Bundesrat die Schweiz in einen Lockdown versetzt: Läden, Restaurants, Bars, Friseursalons, sie alle mussten schliessen. Wer kann, solle Home Office machen.

Seither gleicht die Schweiz einem «Geister-Land». Die Stadtzentren sind leer, Züge fahren während der Hauptverkehrszeit nur mit einer Handvoll Passagiere durchs Land. Öffentliche Plätze wurden komplett gesperrt, die Grenzen wurden mit Zäunen und Betonelementen abgeriegelt. Wir haben 25 Bilder aus der ganzen Schweiz zusammengetragen, welche ein Land zeigen, das sich im Stillstand befindet. Klicken Sie sich durch:

Bilder wie diese kamen bis vor wenigen Wochen noch aus China und Italien zu uns. Dass auch die Schweiz nur kurze Zeit später so aussehen würde und wir in einem Land leben, das vom absoluten Stillstand betroffen ist und in dem die nationale Notlage gilt, das konnten sich wohl viele Menschen bis vor Kurzem nicht vorstellen.

Doch der Stillstand betrifft nicht nur leere Plätze. Immer öfter kommt es auch vor Lebensmittelläden zum Stillstand. Da viele Detailhändler wie etwa Coop oder Migros die Kunden nur noch in kleiner Anzahl in ihre Läden lassen, bieten sich vor den Geschäften Bilder, die man in der Schweiz bis her kaum je gesehen hat: Es bilden sich teils lange Schlangen, da die Kunden warten müssen, bis ihnen Einlass gewährt wird.

Die Menschen stehen Schlange vor einer Coop-Filiale.

Die Menschen stehen Schlange vor einer Coop-Filiale.

Verhindert werden sollen mit diesen Massnahmen die Ansteckung der Menschen untereinander. Ob diese Massnahmen und die leeren Städte dazu beitragen werden, dass sich die Ausbreitung des Corona-Virus in der Schweiz verlangsamt, das muss sich zuerst noch zeigen. Momentan steigen die Zahlen weiterhin und das fast unaufhörlich.

Das BAG wagt jedoch eine Prognose, dass sich frühestens ab der kommenden Woche die Infektionszahlen wieder senken könnten. Doch bis der Stillstand in der Schweiz wieder aufgehoben ist, die Menschen wieder Zug fahren und die öffentlichen Plätze wieder belebt sind, die Restaurants wieder gut besucht und die Bars voll sind, wird wohl noch längere Zeit vergehen. Und in der Zwischenzeit gilt: Bleiben Sie zu Hause.

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