Kontaktstelle für Integration schliesst - Nun solls der Kanton richten

Die Kontakt- und Informationsstelle (KISIF) schliesst ihre Pforten. Nach sieben Jahren ist dem Verein das Geld ausgegangen. Der Kanton Aargau hat ab April 2010 eine neue kantonale Stelle für Integrationsfragen geplant.

Merken
Drucken
Teilen
Geri Müller

Geri Müller

Aargauer Zeitung

Die KISIF wurde 2002 unter dem Vorsitz von Geri Müller, Nationalrat der Grünen, gegründet. Die Kontaktstelle arbeitete mit Institutionen wie dem HEKS und der Caritas zusammen. Wie es in einer Mitteilung des KISIF heisst, habe von Anfang an wenig Geld zur Verfügung gestanden und der Kanton habe sie finanziell nicht unterstützt.

Mitte Dezember wurde an der letzten GV beschlossen, den Verein aufzulösen, einerseits, weil die Gelder fehlten und andererseits weil der Kanton versprochen habe, eine verwaltungsexterne Stelle mit drei Angestellten aufzubauen, die ab April 2010 für alle offen sein sollte.

Für diese Stelle sind bereits die finanziellen Mittel für die nächsten zwei Jahre vergeben. Anlässlich der GV wurde darüber informiert, dass diese neue Stelle Asylbewerber und Sans Papier nicht berücksichtigt würden. Die Mitglieder des KISIF stehen laut der Mitteilung hinter der neuen kantonalen Stelle, fordern aber, dass die «Fehler, die der Kanton immer wieder macht, endlich nicht mehr wiederholt werden» sollen. Konkret sagt das KISIF: «Wieder einmal öffnet eine neue Institution im Kanton Aargau ihre Pforten, die die ausländische Bevölkerung in ihrem Integrationskonzept nicht oder zu wenig mitberücksichtigt.»