Parteipolitik

Klimaplan zu mutlos: Junge Grüne rebellieren gegen die Mutterpartei

Die Grünen um Präsident Balthasar Glättli haben letzte Woche einen Klimaplan vorgestellt.

Die Grünen um Präsident Balthasar Glättli haben letzte Woche einen Klimaplan vorgestellt.

Die Grünen Schweiz seien bei der Bekämpfung des Klimawandels zu mutlos, finden die Jungen Grünen. Sie fordern ein Verbot von Verbrennungsmotoren bis 2025 und die Einrichtung eines «Klimarates».

(wap) «Die aktuelle Version des CO2-Gesetzes wie auch der Klimaplan der Grünen zeigt, dass die parlamentarische Demokratie bei der Lösung der Klimakrise an ihre Grenzen stösst», schreiben die Jungen Grünen in einer am Montag versandten Medienmitteilung. Sie fordern deshalb die Systemwende.

Neben dem gewählten Parlament soll ein «Klimarat» eingerichtet werden, der neben der Politik auch die «Zivilbevölkerung» in die aktuelle Klimapolitik «einbinden» solle. Der Klimarat soll nicht gewählt, sondern per Los bestimmt werden und das Parlament nicht ersetzen, sondern als «kritisches Gegenüber» auftreten und zuhanden des Parlaments Vorstösse ausarbeiten und vorschlagen, so Julia Küng, Präsidentin der Jungen Grünen, in der Mitteilung.

Julia Küng, Präsidentin der Jungen Grünen Schweiz, will vorwärts machen.

Julia Küng, Präsidentin der Jungen Grünen Schweiz, will vorwärts machen.

Die Vorschläge der Mutterpartei seien zu lasch, finden die Jungen Grünen. Sie fordern ein sofortiges Verbot von neuen Ölheizungen und einen Zulassungsstopp für Verbrennungsmotoren ab 2025. Ausserdem müssten Reiche mit Vermögens-, Erbschafts- und Kapitalgewinnsteuern «zur Kasse gebeten» werden. Die Schweiz müsse ihre Treibhausgasemissionen nicht wie von den Grünen Schweiz gefordert 2040, sondern schon 2030 auf Nettonull bringen.

Meistgesehen

Artboard 1