Polizei

Kantönligeist macht Polizisten das Leben schwer

Eine Patrouille der Waadtländer Polizei.

Eine Patrouille der Waadtländer Polizei.

Der Verband Schweizerischer Polizei-Beamter (VSPB) fordert eine einheitliche Polizeiausbildung und die Vermeidung von «föderalismusbedingten Doppelspurigkeiten». Die rund 200 Delegierten verabschiedeten am Donnerstag in Basel eine Resolution.

"Zu oft erschweren tägliche Synergieverluste und Doppelspurigkeiten unsere Arbeit, verursachen Mehrkosten und fördern schlussendlich den Täterschutz", sagte VSPB-Präsident Jean Marc Widmer an der Delegiertenversammlung laut Communiqué.

Viele Partner in der inneren Sicherheit würden oft auf Grund unterschiedlicher rechtlicher Grundlagen nur beschränkt zusammenarbeiten, kritisiert der VSPB. Die Kriminellen aber würden an keiner Kantonsgrenze Halt machen.

Zuständigkeiten klären

Mit der Resolution "Der Föderalismus darf die Sicherheit in der Schweiz nicht schwächen!" stellt der VSPB deshalb vier Forderungen auf. Neben einer einheitlichen Polizeiausbildung pocht der VSPB auf eine Vereinheitlichung der Zuständigkeiten auf Stufe der Bundespolizeilichen Sicherheitskräfte.

Zudem sollen Logistikkosten optimiert werden - beispielsweise durch eine schweizweite einheitliche Beschaffung. Weiter sollen "föderalismusbedingte Doppelspurigkeiten" durch verstärkte Zusammenarbeit und Koordination vermieden werden.

7000 Polizisten fehlen

Diese Massnahmen sollen dazu beitragen, dass mit den vorhandenen Polizeibeständen eine grösstmögliche Sicherheit gewährleistet werden könne, schreibt der VSPB. An seiner Forderung nach einer Aufstockung der Polizeikorps hält der Verband jedoch fest. Aus seiner Sicht fehlen schweizweit mindestens 7000 Polizisten und Polizistinnen.

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