Meteoschweiz rechnet in Nacht auf Montag mit Schnee oberhalb von 2200 Metern bis in die Talböden und am Alpenhauptkamm vom Rheinwald über das Avers bis zur Bernina stellenweise bis zu 80 cm Neuschnee, wie auf der Website zu lesen ist. Meteonews geht sogar von bis zu einem Meter Schnee aus.

SRF Meteo sieht die Entwicklung etwas weniger dramatisch. Meteorologe Felix Blumer rechnet in der Zentral- und Ostschweiz oberhalb 1200 Metern mit 20 bis 40 Zentimentern Neuschnee; einzig im Nordtessin und in den Bündner Südtälern oberhalb von 1500 Metern dürfte es laut seiner Einschätzung mehr Schnee geben: zwischen 50 und 80 Zentimeter.

Föhn gibt Stelldichein

Vor dem Schnee hatte sich der Föhn nach sechs Wochen Abwesenheit in verschiedenen Alpentälern aufgebaut, wie Meteoschweiz in seinem Blog schreibt. Zuvor hatte Meteoschweiz an seinen Stationen in Altdorf und Vaduz am 14. September letztmals Föhn registriert.

Es sei ungewöhnlich, dass im Herbst ein so langer Zeitraum ohne Föhn auftrete. Nach dem Frühjahr sei der Herbst jene Jahreszeit mit den im langjährigen Durchschnitt zweitmeisten Föhnstunden.

Die schönsten Leserbilder des Monats Oktober:

Gemäss SRF Meteo sorgte der Föhn am Samstag für frühlingshafte Temperaturen: In Sevelen SG stieg das Thermometer auf 19,3 Grad. Im Mittelland war es zwischen 14 und 16 Grad warm. Zudem schien am Samstag im Osten die Sonne kräftig: In der Bündner Herrschaft, im St. Galler Rheintal und im Reusstal gab es 5 bis 6 Stunden Sonnenschein.

Im Westen dagegen blieb es grau: In Genf reichte es nur noch für 15 Minuten Sonnenschein. Die Kaltfront sorgte für eine dichte Wolkendecke.

Endlich Regen im Süden

Da im Norden eine Föhnlage herrschte, fiel im Tessin am Sonntag endlich der lang ersehnte Regen. Seit dem 3. Oktober war vielerorts im Tessin kein Tropfen Regen mehr gefallen, wie SRF Meteo schreibt.

Weil der Himmel seine Schleusen aber gleich sehr stark öffnete und die Böden ausgetrocknet waren, gab es vereinzelt Steinschläge. Gemäss SRF Meteo kam es zwischen Melide und Morcote Luganersee und in der Nähe von Ponte Brolla im Maggiatal zu kleineren Steinschlägen.