Noch bevor die Ergebnisse der Parlamentswahlen feststehen, gibt die SVP ihren Fahrplan für die Bundesratswahlen bekannt: «Gut zehn Personen» haben sich bei der SVP-Findungskommission beworben, um für den Bundesrat zu kandidieren, wie Fraktionschef Adrian Amstutz heute Nachmittag im Bundeshaus gegenüber der «Nordwestschweiz» sagte. Das Gremium hat mit allen Aspiranten Gespräche geführt.

"Der Volkswille muss ernst genommen werden - die SVP will zwei Sitze im Bundesrat", sagt Parteipräsident Toni Brunner zum SVP-Wahlsieg.

"Der Volkswille muss ernst genommen werden - die SVP will zwei Sitze im Bundesrat", sagt Parteipräsident Toni Brunner zum SVP-Wahlsieg.

Für den Moment haben die Bewerbungen laut Amstutz erst provisorischen Charakter: Die Frist für die definitiven Anmeldungen ist am 13. November. Bis dahin können die Kantonalparteien ihre Vorschläge noch einmal überdenken. Drei Tage später, am 16. November, kommt die SVP-Fraktionsspitze zu einer ausserordentlichen Vorstandssitzung zusammen. Der Vorstand wird die Resultate der Findungskommission «analysieren» und gestützt darauf eine Empfehlung zuhanden der Bundeshausfraktion abgeben. Am 20. November nominiert die SVP den oder die Bunderatskandidaten. 

Der Favorit heisst Brand

Als grosser Favorit für die Kampfkandidatur gegen BDP-Bundesrätin Eveline Widmer-Schlumpf gilt der Bündner SVP-Nationalrat Heinz Brand. Doch auch ein Überraschungskandidat ist nicht völlig ausgeschlossen: Hartnäckig hält sich das Gerücht, «Weltwoche»-Chefredaktor Roger Köppel könnte antreten.