Die Testverantwortlichen des TCS kamen zum Schluss, dass schmalere und kleinere Reifen auf Schnee besser funktionieren. Auch bei Nässe schneiden die schlankeren Modelle besser ab: Die Aquaplaninggefahr ist geringer. Sie bringen pro Quadratzentimeter mehr Druck auf die Strasse als die breiten und haben damit mehr Traktion. Der Reifen dreht weniger durch.

Ein weiterer Vorteil von schmalen Reifen: Für sie gibt es meistens Schneeketten. Für die breiten 18-Zoll-Pneus dagegen sind praktisch keine Schneeketten erhältlich, wie es in einer Mitteilung des TCS heisst. Bezüglich Bremsweg auf Schnee wurden keine Unterschiede zwischen den Pneus festgestellt.

Teurer und lauter

Breite Pneus haben weitere Nachteile: Sie sind teurer in der Anschaffung und im Treibstoffverbrauch und verursachen mehr Geräusche sowie einen schlechteren Fahrkomfort. Allerdings weisen schmale Modelle einen höheren Verschleiss auf.

 

Der TCS überprüfte im Test Eignung für verschiedene Strassenbeläge (trocken, nass, schneebedeckt und vereist) sowie Verschleiss, Kraftstoffverbrauch, Geräuschemission und Federungskomfort. Getestet wurde an einem VW Golf 7 mit Reifen der selben Marke und dem gleichen Profil. 

Breite Reifen sind schlecht im Winter

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Das neue Motto bei Autoreifen ist: je grösser, desto besser. Doch genau diese Reifen schneiden laut dem TCS im Schnee schlechter ab.

(cez/mwa)