IZRS
Islamischer Zentralrat will Terror-Prediger in die Schweiz holen

Der Islamische Zentralrat der Schweiz hat zu seiner Jahreskonferenz mehrere Prediger eingeladen, die Verbindungen zum militanten Islam aufweisen. Dabei gibt es jedoch ein Problem.

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Der umstrittene Imam Enis Rama.

Der umstrittene Imam Enis Rama.

Screenshot Youtube

Ende November veranstaltet der Islamische Zentralrat der Schweiz (IZRS) seine Jahreskonferenz in Fribourg. Es soll der «Beginn einer Revolution» sein, kündigt er auf seiner Website an. Über 20 Referenten sollen an der Konferenz das Wort ergreifen.

Dafür hat der Zentralrat mehrere Prediger aus dem Ausland eingeladen. Darunter sollen sich einige radikale Islamisten befinden, wie der «Tages-Anzeiger» berichtet.

Zum Beispiel Enis Rama, einer der bekanntesten Prediger im Kosovo und Imam der Moschee von Mitrovica. Erst vor Kurzem kam der 38-Jährige aus der Untersuchungshaft frei. Verhaftet wurde er Mitte Sepetmber von schwer bewaffneten Polizisten. Die Vorwüfe gegen ihn sind happig: Terrorismus, Gefährdung der Verfassungsordnung und religiöse Hasspredigten. Zudem soll Rama die IS-Terrorgruppe unterstützt und mehrmals gegen Juden gehetzt haben.

Ob der vermeintliche Hassprediger aber in die Schweiz einreisen darf, ist unklar. Gegenüber dem «Tages-Anzeiger» wollten sich die Kantonspolizei Freiburg und das Bundesamt für Polizei nicht dazu äussern.

Neben Rama sind mehrere bekannte Salafisten eingeladen. Auch Abdul Adhim Kamouss soll an das Rednerpult treten: Der Prediger der radikalen Berliner Al-Nur-Moschee steht unter Beobachtung des Deutschen Verfassungsschutzes. Abdul A. Kamouss erreichte letzte Woche durch seinen Auftritt in der Talkshow von Günther Jauch grössere Bekanntheit. (mwa)