Reisebehinderungen

In Italien wollen die Fluglotsen streiken – nicht das einzige Problem für Schweizer Ferienreisende

Streikankündigungen machen den Reiseverkehr in Europa unsicher.

Streikankündigungen machen den Reiseverkehr in Europa unsicher.

Das kann Ferienreisenden die gute Laune vermiesen: Fluglotsen in Italien und Frankreich, das Personal von Ryanair - vielerorts sind Streiks angekündigt.

In Italien wollen die Fluglotsen am Samstag streiken. Ausgerechnet, wenn aus der Schweiz eine weitere Ferienreisewelle losgeht.

Ein Streik dauert gemäss Eurocontrol den ganzen Tag. Es muss mit Flugausfällen und/oder Behinderungen gerechnet werden. Interkontinetalflüge müssen nach italienischem Recht landen können. Nicht betroffen von einer möglichen Streikaktion sollen Verbindungen zu den Inseln sein.

Streiken am Samstag Italiens Fluglotsen?

Streiken am Samstag Italiens Fluglotsen?

Bereits im Mai 2018 kam es zu einer ähnlichen Aktion. Landesweit fielen in Italien knapp tausend Flüge aus.

Ein Streik von Schweizer Fluglotsen ist abgesagt, um die Verhandlungen mit dem Arbeitgeber wieder aufzunehmen. 

Ryanair streicht Flüge

Auch bei Ryansair rumpelt es derzeit gehörig. Nach den Piloten will jetzt das Kabinenpersonal die Arbeit niederlegen, wie die Airline über Twitter mitteilt. Es geht um Lohnforderungen.

Um die Probleme für Reisende "wegen unnötiger Streiks des Kabinenpersonals in Belgien, Portugal und Spanien" zu minimieren, würden am kommenden Mittwoch (25. Juli) und Donnerstag (26. Juli) bis zu 300 Flüge gestrichen, so Ryanair. Betroffen sind zehntausende Flugpassagiere.

Gemäss Streikradar.de haben Ryanair-Piloten in Irland für morgen Freitag (20. Juli) und für Dienstag (24. Juli) Streiks angekündigt.

Behinderungen in Frankreich?

Auch in Frankreich droht Reisenden noch immer Ungemach. Nach dem Zugpersonal könnte die französische Flugsicherung streiken und den Start in die Ferien vermiesen. Darauf weist die Airline Easyjet auf ihrer Webseite hin. 

"Wir wurden auf mögliche Arbeitskampfmaßnahmen der französischen Flugsicherung während des Sommers 2018 aufmerksam gemacht. Leider werden wir aufgrund der Art des Streiks erst spät von einer möglichen Störung in Kenntnis gesetzt", warnt Easyjet. 

65% der Easyjet-Flieger passieren französischen Luftraum.

65% der Easyjet-Flieger passieren französischen Luftraum.

Das Problem betrifft nicht nur Air France, sondern alle Fluggesellschaften, die den französischen Luftraum queren wie Swiss, Lufthansa, Edelweiss oder auch Emirates, American Airlines und Air Italia.

Wie bei allen Fluggesellschaften könnten Easyjet-Flüge von und nach Frankreich sowie solche, die im französischen Luftraum fliegen, betroffen sein, so die Billigairline weiter. Auch Flüge, die nicht über Frankreich fliegen, seien möglicherweise betroffen, da 65 Prozent der Easyjet-Flüge über den französischen Luftraum abgewickelt würden.

Was passiert, wenn mein Flug betroffen ist?

Easyjet will betroffene Kunden direkt per E-Mail und SMS kontaktieren und dabei die bei der Buchung und beim Check-in gemachten Angaben verwenden. Die aktuellsten Informationen für alle Kunden seien auf unserem Flight Tracker zu finden. Vor einer Reise sei dieser zu überprüfen.

Auch andere Fluggesellschaften informieren ihre Kunden auf diese Weise.

Noch mehr Streik in den Ferien

Ungemach droht mitten in den Ferien in verschiedenen europäischen Ländern. Der Streikkalender des TCS zeigt für die nächsten Tage eine ganze Reihe von möglichen Reisebehinderungen auf und das in Frankreich, Italien, Belgien, Portugal und Spanien. Zusätzlich zu einzelnen Fluggesellschaften wie Ryanair sind auch Zugverbindungen betroffen. Reisende sollten sich vorgängig informieren.

Diese Liste der möglichen Behinderungen ist nicht vollständig. Reisende tun gut daran, sich rechtzeitig über die Situation im Flug- und Zugverkehr zu informieren.

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