Der amerikanische Präsident Donald Trump wird das WEF in Davos besuchen. Klar, dass die Reaktionen nicht lange auf sich warten liessen: «Trump kommt nach Davos, obwohl das Märchenhotel ja in Braunwald ist», twittert Komiker Mike Müller.

Elias Maier, Präsident der FDP Burgdorf, wendet sich auf Twitter direkt an den Präsidenten, und weist ihn darauf hin, dass es in Davos keinen McDonald's gibt. Im kürzlich veröffentlichten Buch "Fire and Fury" heisst es, Trump esse ausschliesslich in McDonald's-Restaurants, weil er nur da keine Angst habe, vergiftet zu werden.

Tourismusdirektor freut sich auf Trump

Freude über Trumps Besuch kommt dagegen bei Reto Branschi, Direktor der Destination Davos Klosters, auf. Die Visite des Amerikanischen Präsidenten soll den Tourismus in der Region ankurbeln. «Ich erhoffe mir die Erhöhung des Bekanntheitsgrads in der westlichen Welt», sagt Branschi gegenüber der Nachrichtenagentur sda. Er hoffe, die Schweiz könne die Gelegenheit nutzen, die Zusammenarbeit mit den USA zu verbessern.

WEF 2018: Ist Donald Trump ein Tourismus-Magnet?

WEF 2018: Ist Donald Trump ein Tourismus-Magnet?

Der amerikanische Präsident Donald Trump wird das WEF in Davos besuchen. Sein Besuch soll den Tourismus in der Region ankurbeln. Ob auch langfristig Profit aus Trumps Medienecho geschlagen werden kann, würden erst die Gespräche am WEF zeigen, meint Reto Branschi, Direktor der Destination Davos Klosters.

Ein negatives Echo befürchtet er nicht. «Die Schweiz ist offen, und er ist ein gewählter Präsident. Natürlich wird er auch negative Bewegungen auslösen. Aber kein Politiker hat nur Freunde.»

Republikaner in der Schweiz spricht von Provokation

Ebenfalls erfreut, aber keineswegs überrascht zeigt sich James Foley. Er ist Sprecher der Republicans Overseas Switzerland und sagt, Trump komme nach Davos, um den Wirtschaftsvertretern klar zu machen, dass "die USA ist wieder da ist".

Was ein Republikaner in der Schweiz über Trumps WEF-Auftritt denkt

Was ein Republikaner in der Schweiz über Trumps WEF-Auftritt denkt

James Foley ist nicht überrascht, dass US-Präsident Donald Trump am WEF in Davos aufkreuzt. Der Sprecher von Republicans Overseas Switzerland begründet, weshalb der globalisierungskritische Trump ans Globalisierertreffen in der Schweiz kommt.

Den Besuch könne man durchaus als Provokation verstehen. «So ist Trump, er ist kein Politiker von Geburt auf. Das heisst aber nicht, dass er keine politischen Spiele spielen kann.» Er provoziere mit Absicht, um zu sehen, wie sein Gegenüber reagiert. (kob)