Heimatschutz
Hohe Siedlungsqualität: Wakkerpreis geht an Waadtländer Gemeinde Prangins

Die Waadtländer Gemeinde Prangins am Genfersee erhält den diesjährigen Wakkerpreis. Der Heimatschutz würdigt damit das «zukunftsweisende Modell für die Raumplanung».

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(rwa) Die Gemeinde Prangins liegt mitten im stark wachsenden Ballungsraum zwischen Lausanne und Genf. Dem anhaltenden Siedlungsdruck begegne sie jedoch mit gezielten Investitionen in die Pflege und Aufwertung der bestehenden baukulturellen und landschaftlichen Qualitäten und schaffe damit Mehrwerte für alle, begründet der Schweizer Heimatschutz seinen Entscheid in einer Mitteilung vom Dienstag.

Den diesjährigen Wakkerpreis erhält die Gemeinde Prangins am Genfersee.
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Mit der Auszeichnung würdigt der Heimatschutz das «zukunftsweisende Modell für die Raumplanung». (im Bild: Die reformierte Kirche)
Der historische Ortskern sowie das barocke Schloss gelten als besonders schützenswert.
Ausgezeichnet werden Gemeinden, die bezüglich Ortsbild- und Siedlungsentwicklung besondere Leistungen vorzeigen können.
Die Förderung gestalterischer Qualität bei Neubauten gehört zu den besonderen Leistungen. (im Bild: Neubau Kindergarten / Vorschule «Les Morettes»)
Wichtig ist zudem eine vorbildliche Ortsplanung, die Rücksicht auf die Anliegen der Umwelt nimmt.
Die Gemeinde lege Wert auf die Pflege und Aufwertung der bestehenden baukulturellen und landschaftlichen Qualitäten.
Somit werde ein Mehrwert für alle geschaffen. (im Bild: Gasthaus Auberge communale im Dorfzentrum)
Der Wakkerpreis ist mit 20'000 Franken dotiert. (im Bild: Der historische Dorfkern von Prangins )
Im Bild zu sehen ist das Schloss Prangins (Chateau de Prangins), Sitz des Schweizerischen Nationalmuseums (SNM) in der Romandie.
Ein Teil des historischen Dorfkerns.

Den diesjährigen Wakkerpreis erhält die Gemeinde Prangins am Genfersee.

Keystone

Im Bundesinventar ist Prangins als Ortsbild von nationaler Bedeutung aufgeführt. Als besonders schützenswert gilt laut Mitteilung nicht nur das barocke Schloss, sondern auch der historische Ortskern. Die Gemeinde Prangins habe sich entschieden, ihre Siedlungsentwicklung auf diesen historisch gewachsenen Werten aufzubauen, diese zu stärken und weiterzuentwickeln. Ziel sei es, das künftige Bevölkerungswachstum mit einer hohen Siedlungsqualität zu verbinden, heisst es weiter.

Besondere Leistungen bei der Siedlungsentwicklung

Der Schweizer Heimatschutz vergibt jährlich einer politischen Gemeinde oder in Ausnahmefällen Organisationen oder Vereinigungen den mit 20'000 Franken dotierten Wakkerpreis. Der Preis zeichnet Gemeinden aus, die bezüglich Ortsbild- und Siedlungsentwicklung besondere Leistungen vorzeigen können. Dazu zählen die Förderung gestalterischer Qualität bei Neubauten, ein respektvoller Umgang mit der historischen Bausubstanz sowie eine vorbildliche Ortsplanung, die Rücksicht auf die Anliegen der Umwelt nimmt.

Im vergangenen Jahr wurde Baden mit dem Wakkerpreis ausgezeichnet. Preisträger in den letzten Jahren waren zudem unter anderem Langenthal, Sempach, Aarau, Köniz und Altdorf.

Die Wakkerpreisgewinner seit 2000:

2019: Langenthal BE
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2018: Stiftung «Nova Fundaziun Origen» in Riom GR
2017: Sempach LU
2016: Rheinfelden AG
2015: Bergell GR
2014: Aarau
2013: Sion
2012: Köniz BE
2011: West-Lausanne
2010: Fläsch GR
2009: Yverdon VD
2008: Grenchen SO
2007: Altdorf
2006: Delémont. Im Bild Bürgermeister Gilles Froidevaux.
2005: SBB. Im Bild der damalige SBB-Geschäftsleiter Benedikt Weibel.
2004: Biel BE
2003: Sursee LU
2002: Turgi AG
2001: Uster ZH
2000: Genf

2019: Langenthal BE

Keystone