Coronavirus

Hausbesuch im Schutzanzug: So funktioniert der erste mobile Corona-Test der Schweiz

So funktioniert der erste mobile Coronavirus-Test in der Schweiz

So funktioniert der erste mobile Coronavirus-Test in der Schweiz

Der Kanton Baselland führt als erster Kanton der Schweiz mobile Corona-Tests durch, bei denen den Patienten zuhause eine Probe abgenommen wird. So sollen die Spitäler, Hausärzte und der öffentliche Verkehr entlastet werden.

Am Montag wurde in Liestal den Medien gezeigt, wie ein solcher Coronavirus-Test vor Ort in der Praxis abläuft. Die Abläufe wurden zusammen mit dem Kanton Baselstadt entwickelt, weitere Kantone überlegen sich ebenfalls eine Einführung.

Der Auftrag zum Corona-Test erfolgt jeweils über die Dispositionszentrale, wo zwei Einsatzkräfte des Bevölkerungsschutz das weitere Vorgehen koordinieren. Eine mobile Einheit wird dann aufgeboten, zum Wohnsitz des Patienten zu fahren. «Wichtig ist dabei, dass die Dispositionszentrale die Patienten über den Besuch vorinformiert», erklärt David Kaufmann, Kommandant der kantonalen Zivilschutzkompanie Baselland gegenüber Keystone-SDA. 

Die mobile Einheit zieht bei der Ankunft beim Patienten einen Schutzanzug mit Schutzmaske an, ehe an der Türe geklopft wird. Während der Abnahme der Probe bleibt das medizinische Personal jederzeit telefonisch mit einem Mediziner verbunden, um allfällige medizinische Fragen zu klären. 

Nach erfolgter Probe kommt der sogenannte «Saubermann», ein ABC-Spezialist des Zivilschutz, zum Einsatz. Er sorgt für eine fachmännische Dekontamination und eine sachgerechte Entfernung des Schutzanzuges beim medizinischen Personal sorgt.

«Der grosse Vorteil der mobilen Einheiten», erklärt Kaufmann, «ist, dass die Patienten nicht ihr Zuhause verlassen müssen und gar den öffentlichen Verkehr benutzen.» (luk)

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