An mehreren Stellen entlang der Bergstrecke zwischen Erstfeld UR und Chiasso TI bestehe deutlicher Handlungsbedarf, teilte die Urner Baudirektion am Dienstag mit. So würden die Schutzzeile der SBB nicht eingehalten.

Im Kanton Uri werden an sieben Stellen zwischen Gurtnellen und Göschenen neue Steinschlagnetze installiert. Diese sind zudem mit Alarmanlagen versehen, um Auffahrunfälle möglichst zu verhindern.

Die Bauarbeiten sollen im November 2016 beginnen und bis Juli 2018 dauern. An den knapp 2,4 Millionen Franken teuren Verbauungen beteiligt sich der Kanton Uri zu 5 Prozent oder mit 119'000 Franken. Dies hatte der Regierungsrat vor einer Woche beschlossen.

Entlang der Gotthard-Bergstrecke kommt es immer wieder zu Steinschlägen, die den Bahnverkehr beeinträchtigen. Im vergangenen November legte ein Steinschlag bei Amsteg-Silenen die Gotthardnordrampe für ein Wochenende lang lahm.

Bei Gurtnellen (UR) lösten sich 150 Kubikmeter Fels und blockierten die Gotthardstrecke. Der Abbruch ereignete sich an der Stelle, an der bereits im vergangenen März und Juni ein Felssturz niederging.

Bei Gurtnellen (UR) lösten sich 150 Kubikmeter Fels und blockierten die Gotthardstrecke. Der Abbruch ereignete sich an der Stelle, an der bereits im vergangenen März und Juni ein Felssturz niederging. (November 2012)

Die SBB investieren jährlich über 50 Millionen Franken in den Bereich Natur und Naturrisiken. Bei den Zwischenfällen bleibt es meistens bei Sachschäden. Auf der Gotthard-Achse ist laut SBB-Angaben bislang eine Person bei einem solchen Zwischenfall im Jahr 1951 ums Leben gekommen.