Nun zeigt sich: Wenn die Behinderten im Hauptklagepunkt Recht bekommen, dürfen sie nicht wie von der SBB vorgesehen ins Ausland fahren, wie die SonntagsZeitung berichtet. Denn sie entsprechen dann nicht mehr den EU-Vorschriften.

Die Behindertenorganisation beruft sich in der Klage auf eine Vorschrift, die bei der Planung der Züge im Jahr 2010 gültig war. Das Problem: Diese Vorschrift ist nicht kompatibel mit den internationalen Vorschriften. Laut einem Experten ist es nicht möglich, beide Vorschriften gleichzeitig zu erfüllen.

Mit dem neuen Doppelstöcker der SBB auf Probefahrt

11. Mai 2017: Mit dem neuen Doppelstöcker der SBB auf Probefahrt

Konkret geht es um eine kleine Rampe im Eingangsbereich der Wagons. Der Behindertenverband klagt, nach alter Norm sei die Rampe zu steil. Der Behindertenverband nimmt damit bewusst in Kauf, dass die Züge aufgrund der Klage nicht über die Grenze fahren dürfen. Für viele Zugreisende würde das bedeuten, dass sie jedesmal an der Grenze umsteigen und Wartezeiten in Kauf nehmen müssen.

Hergestellt werden die 59 Züge von Bombardier. Rund sechs Kompositionen hat der kanadische Konzern vor drei Monaten geliefert. Die restlichen befinden sich noch im Bau. Der Anschaffungspreis beträgt 1,9 Milliarden Franken.